Tag 205

Wisse dich geliebt

Weisheit Sprüche 17,25–18,6
Neues Testament Römer 8,1–17
Altes Testament Hosea 8,1–9,17

Einführung

Bevor ich es selbst erlebt hatte, konnte ich es mir einfach nicht vorstellen. Aber als ich ihn zum ersten Mal sah, wurde ich vollkommen überwältigt von Liebe. Dieses winzige Baby, das für andere aussehen musste wie jedes andere Baby, war mein Sohn. Den Augenblick, in dem man das eigene Kind zum ersten Mal sieht, vergisst man nicht. Die Liebe, die man als Eltern für sein Kind empfindet, lässt sich kaum in Worte fassen. Und doch greift Gott dieses Bild auf, wenn Er von Seiner Liebe zu dir spricht. Und Seine Liebe ist sogar noch größer als die von Eltern zu ihren Kindern.

Zu wissen, wer du bist, wirkt sich spürbar auf dein Leben aus – zu wissen, dass du ein geliebtes Kind Gottes bist. Dieses Wissen sollte das Fundament deiner Zuversicht, Sicherheit und Hoffnung sein.

Weisheit

Sprüche 17,25–18,6

25 Ein leichtsinniger Sohn bereitet seinen Eltern
  viel Ärger und Enttäuschung.

26 Es ist schlimm genug, wenn ein Unschuldiger
  mit einer Geldstrafe belegt wird;
  aber es verstößt gegen jedes Recht,
  wenn ein anständiger Mann eine Prügelstrafe bekommt!

27 Ein weiser Mensch ist sparsam mit seinen Worten,
  denn wer sich selbst beherrschen kann, ist vernünftig.

28 Sogar einen Dummkopf könnte man für klug halten –
  wenn er sich nicht durch seine eigenen Worte verraten würde!

Worte haben Macht

8 1 Wer andere Menschen meidet,
  denkt nur an sich und seine Wünsche;
  er wehrt sich gegen alles, was ihn zur Einsicht bringen soll.

2 Ein Dummkopf bemüht sich erst gar nicht, etwas zu begreifen –
  er will bloß zu allem seine Meinung sagen.

3 Wer sich von Gott lossagt, erntet Verachtung;
  und mit der Schande kommt auch der Hohn.

4 Die Worte eines Menschen können eine Quelle sein,
  aus der immerfort Weisheit sprudelt:
  unerschöpflich und von tiefer Wahrheit.

5 Ein Richter tut Unrecht, wenn er für den Schuldigen Partei ergreift
  und dem Unschuldigen sein Recht verweigert.

6 Wenn ein unverständiger Mensch seinen Mund aufmacht,
  gibt es nur Streit und Schläge.

Kommentar

Kluge Kinder

Die Bibel hat viel zum Thema menschlicher Erziehung und Eltern-Kind Beziehung zu sagen. Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern ist instinktiv und stark. Gute Eltern wollen nur das Allerbeste für ihre Kinder. Und Kinder vermögen, ihren Eltern große Freude zu bereiten; aber auch viele Sorgen.

„Ein unvernünftiger Sohn macht dem Vater Kummer und verbittert der Mutter das Leben“ (17,28). Im Folgenden betrachtet der Verfasser Unterschiede zwischen unvernünftigen und klugen Menschen in den verschiedenen Lebensbereichen.

Zum Beispiel: „Ein Narr … will nur seine eigene Meinung zum Besten geben“ (18,2), während die Klugen ihre Worte mit Bedacht wählen. Aber „Selbst einen Narren hält man für weise, wenn er schweigt“ (17,28a). Wie der amerikanische Historiker Will Durant (1885-1981) einst sagte, „Die Geschichte hat uns gelehrt, dass es oft das Richtige ist, nichts zu tun und auch das Klügste, was man sagen kann.“

Es werden noch andere Eigenschaften kluger Menschen erwähnt: Freundlichkeit (18,1), Zuhören (18,2) und Gerechtigkeit (18,5).

Gebet

Herr, bitte hilf uns, kluge Kinder zu sein, deren Leben Dir gefällt (Römer 8,8).

Neues Testament

Römer 8,1–17

Leben durch Gottes Geist

1 Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt. 2 Denn für ihn gilt nicht länger das Gesetz der Sünde und des Todes. Es ist durch ein neues Gesetz aufgehoben, nämlich durch das Gesetz des Geistes Gottes, der durch Jesus Christus das Leben bringt. 3 Wie ist es dazu gekommen? Das Gesetz konnte uns nicht helfen, so zu leben, wie es Gott gefällt. Es erwies sich als machtlos gegenüber unserer sündigen Natur. Deshalb sandte Gott seinen Sohn zu uns. Er wurde Mensch und war wie wir der Macht der Sünde ausgesetzt. An unserer Stelle nahm er Gottes Urteil über die Sünde auf sich und entmachtete sie dadurch. 4 So kann sich in unserem Leben der Wille Gottes erfüllen, wie es das Gesetz schon immer verlangt hat; denn jetzt bestimmt Gottes Geist und nicht mehr die sündige menschliche Natur unser Leben.

5 Wer von seiner sündigen Natur bestimmt ist, der folgt seinen selbstsüchtigen Wünschen. Wenn aber Gottes Geist uns leitet, richten wir uns nach seinem Willen aus. 6 Wozu uns die alte, sündige Natur treibt, das bringt den Tod. Folgen wir aber dem, was Gottes Geist will, so bringt das Frieden und Leben. 7 Wenn wir uns von unserer sündigen Natur bestimmen lassen, leben wir in Auflehnung gegenüber Gott. Denn die alte Natur ist nicht bereit, sich Gottes Gesetz unterzuordnen. Ja, sie kann das gar nicht. 8 Deshalb kann Gott an solchen Menschen kein Gefallen finden.

9 Nun aber seid ihr nicht länger eurem selbstsüchtigen Wesen ausgeliefert, denn Gottes Geist bestimmt euer Leben – schließlich wohnt er ja in euch! Seid euch darüber im Klaren: Wer den Geist von Jesus Christus nicht hat, der gehört auch nicht zu ihm. 10 Wenn Christus in euch lebt, dann ist zwar euer Körper wegen der Sünde noch dem Tod ausgeliefert. Doch Gottes Geist schenkt euch ein neues Leben, weil Gott euch angenommen hat. 11 Ist der Geist Gottes in euch, so wird Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, auch euren vergänglichen Körper lebendig machen; sein Geist wohnt ja in euch.

12 Darum, liebe Brüder und Schwestern, sind wir nicht mehr unserer alten menschlichen Natur verpflichtet und müssen nicht länger ihren Wünschen und ihrem Verlangen folgen. 13 Denn wer ihr folgt, muss sterben. Wenn ihr aber mit der Kraft des Geistes euer selbstsüchtiges Verhalten tötet, werdet ihr leben.

14 Alle, die sich von Gottes Geist regieren lassen, sind Kinder Gottes. 15 Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er hat euch vielmehr zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater!« 16 Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind. 17 Als seine Kinder aber sind wir – gemeinsam mit Christus – auch seine Erben. Und leiden wir jetzt mit Christus, werden wir einmal auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen.

Kommentar

Gottes Kinder

In welchem Verhältnis zu Gott siehst du dich? Fühlst du dich immer irgendwie ein bisschen schuldig? Immer ein bisschen „verurteilt“ (8,1)?

So sollen wir uns als Christ gerade nicht fühlen. Du bist ein Kind Gottes, zutiefst geliebt, angenommen und durch Seine bedingungslose Liebe bevollmächtigt. Er möchte, dass du frei von Schuld und Verdammnis, in einer engen, vertrauensvollen Beziehung mit Ihm lebst. Eine Beziehung, die enger ist als die beste Eltern-Kind Beziehung.

In dem Moment, in dem du Jesus annimmst, ist die Vergangenheit abgehakt. Dir ist vollkommen vergeben. Was dich von Gott trennte, ist beseitigt. Paulus schreibt, „Also gibt es jetzt für die, die zu Christus Jesus gehören, keine Verurteilung mehr“ (8,1). Wir sind „von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ befreit (8,2; LUT). Das Gesetz war gut, aber es konnte uns nicht aus unserer menschlichen Natur befreien (3a). Deshalb sandte Gott Jesus, den Er „stellvertretend für unsere Schuld verurteilte“ (3b). Jesus hat all deine Schuld weggenommen – die alte, die gegenwärtige und die zukünftige.

In der Gegenwart kannst du Leben im Geist genießen. Du lässt dich „nicht länger von [deiner] menschlichen Natur, sondern vom Geist Gottes leiten“ (8,4). Der Heilige Geist bewirkt, dass dich deine „selbstsüchtigen Wünschen“ weniger beherrschen und du willst, „was der Geist will“ (8,5). Das schenkt „Leben und Frieden“ (8,6). Paulus sagt nicht, dass du vollkommen sein wirst: „dann ist zwar euer Körper wegen eurer Sünde noch dem Tod ausgeliefert. Doch Gottes Geist schenkt euch ein neues Leben, weil Gott euch angenommen hat“ (8,10; Hfa).

Darüber hinaus darfst du dich darauf freuen, in der Zukunft im Leib aufzuerstehen. Derselbe Heilige Geist, der in Jesus lebte und Ihn von den Toten auferweckte, lebt jetzt in dir. Deshalb wird dein Leib, ebenso wie der Leib Jesu, auferweckt werden: „Der Geist Gottes, der Jesus von den Toten auferweckt hat, … wird auch euren sterblichen Körper durch denselben Geist lebendig machen, der in euch lebt“ (8,11).

Allen, die Jesus aufnehmen und an Seinen Namen glauben, gibt Er „das Recht, Gottes Kinder zu werden (Johannes 1,12). Du wirst nicht Kind Gottes bei deiner Geburt, sondern durch deine Wiedergeburt im Geist.

Wenn der Römerbrief der „Himalaya“ des Neuen Testaments ist, dann ist Römer 8 der Mount Everest und sein Gipfel sind die Verse, in denen Paulus beschreibt, dass die, die sich vom Geist leiten lassen, Kinder Gottes sind (8,14-17).

1. Höchste Stellung
Eine höhere Stellung kann man nicht haben, als Kind Gottes zu sein (8,14). Wer unter Römischem Recht einen Erben bestimmen wollte, konnte entweder einen seiner leiblichen Söhne bestimmen oder einen Sohn adoptieren, dem er seinen Namen gab. Gott hat nur einen einzigen Sohn – Jesus – aber viele adoptierte Söhne und Töchter. Du bist adoptiert in Gottes Familie. Keine Position dieser Welt ist mit diesem Privileg, Kind des Schöpfers des Universums zu sein, vergleichbar.

2. Engste Gemeinschaft
Du hast die engstmögliche Gemeinschaft mit Gott. Paulus sagt, wir „dürfen ihn „Abba, Vater“ rufen“ (8,15). Gut möglich, dass dieses aramäische Wort das erste war, das der kleine Paulus sprechen konnte und mit dem er seinen leiblichen Vater ansprach. Dass Jesus Gott mit „Abba“ ansprach, drückt sowohl tiefen Respekt als auch tiefe Vertrautheit aus. Heute kommt beides wohl am ehesten in dem Wort „Papa“ zum Ausdruck. In weiten Teilen des Nahen Osten ist es immer noch das erste Wort, das Kinder lernen.

Als Kind Gottes bist du nicht länger Sklave der Angst sondern ein von Gott adoptiertes Kind (8,15). Du kannst engstmögliche Vertrautheit mit deinem Vater im Himmel haben.

3. Tiefste Erfahrung
Der Geist gibt dir die tiefstmögliche Erfahrung von Gott. „Der Geist Gottes selbst bestätigt uns tief im Herzen, dass wir Gottes Kinder sind“ (8,16). In derselben Art und Weise, in der ich möchte, dass meine Kinder meine Liebe kennen und erleben, möchte auch Gott, dass Seine Kinder sich Seiner Liebe und dieser Beziehung bewusst sind. „Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit“ (8,16; Hfa), wer wir wirklich sind.

4. Größte Sicherheit
Sohn oder Tochter Gottes zu sein, bedeutet das höchste Maß an Sicherheit. Denn wenn wir Kinder Gottes sind, dann sind wir auch „Miterben an seinem Reichtum - denn alles, was Gott seinem Sohn Christus gibt, gehört auch uns“ (17a). Unter Römischem Recht erbte der adoptierte Sohn alles.

Als Kinder Gottes sind wir Erben. Der einzige Unterschied besteht darin, dass wir unser Erbe nicht beim Tod des Vaters sondern bei unserem eigenen Tod antreten. Vor dir liegt die Ewigkeit mit Jesus: Du wirst einmal „seine Herrlichkeit mit ihm teilen“ (17b; Hfa).

Paulus ergänzt, „wir müssen auch seine Leiden mit ihm teilen, wenn wir an seiner Herrlichkeit teilhaben wollen“ (17b). Im christlichen Leben führt der Weg zur Herrlichkeit durch Leiden. Christen identifizieren sich mit Jesus. Das bedeutet heute für viele Christen schwere Verfolgung. Du wirst auf Opposition stoßen, aber dein Erbe als Kind Gottes ist so viel mehr wert als alle Schwierigkeiten.

Gebet

Abba, Vater, danke für das enorme Vorrecht, Dein Kind zu sein. Danke, dass Dein Geist meinem Geist bezeugt, dass ich Dein Kind bin. Danke, dass meine Zukunft in Dir gewiss ist – dass ich Dein Erbe und Miterbe mit Jesus bin.

Altes Testament

Hosea 8,1–9,17

Gottes Gericht über sein untreues Volk

8 1 »Blast das Horn und schlagt Alarm!
  Der Feind stürzt sich wie ein Adler auf mein Land.
  Denn seine Bewohner haben den Bund gebrochen,
  den ich mit ihnen geschlossen habe,
  und sich gegen meine Gebote aufgelehnt.
2 Sie schreien zwar zu mir um Hilfe und berufen sich darauf,
  dass sie mein Volk sind. Ja, sie behaupten, mich zu kennen,
3 doch in Wirklichkeit verachten sie,
  was in meinen Augen gut und richtig ist.
  Darum gebe ich sie in die Gewalt ihrer Feinde.
4 Eigenmächtig haben sie Könige und Führer über ihr Volk eingesetzt,
  ohne mich, den Herrn, zu fragen.
  Aus ihrem Silber und Gold gießen sie Götterstatuen –
  genauso gut könnten sie es wegwerfen!
5 Ich verachte euer goldenes Kalb, ihr Leute von Samaria!
  Ihr ahnt nicht, wie zornig ich auf euch bin!
  Wann werdet ihr es wohl schaffen,
  euch von diesem Schandmal zu befreien?
6 Was soll diese Götzenstatue in Israel?
  Ein Handwerker hat sie gemacht,
  darum kann sie ja gar kein Gott sein!
  Man wird sie in Stücke hauen!

7 Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
  Wenn das Getreide nicht wächst, gibt es auch kein Mehl.
  Und selbst wenn sich ein paar Ähren fänden,
  würden Fremde sie verzehren!
8 Ja, Israel ist verloren, verachtet bei den Völkern ringsum.
  Das Volk ist wie ein nutzloses Gefäß, das niemand mehr braucht.
9 Sie haben die Assyrer um Hilfe gebeten
  und ihnen Geschenke gebracht. Sogar ein Wildesel bleibt unabhängig,
  aber die Leute von Ephraim versuchen, sich Freunde zu kaufen.
10 Sie können verschenken, so viel sie wollen.
  Ich werde sie allesamt in die Fänge des assyrischen Königs treiben,
  und sie werden sich schon bald unter der Last winden,
  die er ihnen auferlegt.

11 Die Leute von Ephraim haben einen Altar
  nach dem anderen errichtet.
  Doch damit laden sie nur noch mehr Schuld auf sich.
  Je mehr Altäre es gibt, desto größer wird ihre Sünde!
12 Zehntausendmal könnte ich ihnen meine Gebote aufschreiben –
  sie blieben ihnen fremd!
13 Sie bringen mir Schlachtopfer dar
  und essen sich beim Opfermahl satt.
  An solchen Opfern habe ich, der HERR, keine Freude!
  Ich merke mir alles, was sie tun, und werde sie dafür bestrafen:
  Sie müssen zurück nach Ägypten!
14 Ich habe sie zu dem gemacht, was sie sind.
  Und trotzdem haben sie mich vergessen!
  Israel baut prächtige Paläste,
  und Juda errichtet immer neue Festungen.
  Doch ich, der Herr, werde ihre Städte
  und Prachtbauten niederbrennen und vernichten!«

Israels Ende

9 1 Du hast keinen Grund zur Freude, Israel!
  Du wirst nicht länger jubeln und Feste feiern wie die Völker ringsum!
  Denn du hast deinen Gott verlassen und läufst anderen Göttern nach,
  ja, du verkaufst dich an sie auf all deinen Dreschplätzen.
2 Doch Getreide und Wein werden zu Ende gehen,
  und auch Most wird es nicht mehr geben.
3-4 Ihr werdet nicht in diesem Land bleiben,
  das der HERR euch gegeben hat:
  Ihr Leute von Ephraim werdet nach Ägypten zurückkehren
  oder nach Assyrien verschleppt werden.
  Dort könnt ihr dem HERRN keine Trank-
  oder Schlachtopfer mehr darbringen.
  Denn alles, was ihr dort esst, ist unrein
  und wird euch unrein machen –
  wie Brot, das man in einem Trauerhaus verzehrt.
  Es stillt zwar euren Hunger,
  aber in den Tempel könnt ihr es nicht bringen.

5 Wie wollt ihr dann eure Feste
  zu Ehren des HERRN feiern?
6 Diejenigen von euch, die aus dem verwüsteten Land fliehen,
  werden in Ägypten den Tod finden und in Memfis begraben werden.
  Euer kostbares Silber wird von Unkraut überwuchert,
  und Dorngestrüpp wächst in euren Zelten.
7 Die Zeit der Abrechnung ist gekommen;
  jetzt werdet ihr Israeliten für eure Taten bestraft!
  Ihr werdet schon sehen.
  Ihr sagt: »Der Prophet ist ein dummer Schwätzer,
  ja, der Mann ist von allen guten Geistern verlassen!«
  Weil ich eure große Schuld beim Namen nenne,
  bin ich euer Todfeind geworden.
8 Doch Gott hat mich zu einem Propheten gemacht,
  damit ich euch warne. Ihr aber versucht,
  mich wie einen Vogel in die Falle zu locken!
  Wo ich gehe und stehe, seid ihr hinter mir her,
  sogar im Haus meines Gottes.
9 Ihr seid durch und durch verdorben,
  wie damals die Leute von Gibea.
  Doch der Herr lässt euch nicht ungestraft davonkommen,
  sondern wird euch für eure Schuld zur Rechenschaft ziehen!

Von Anfang an wird Israel schuldig

10 Der Herr sagt: »Als ich dem Volk Israel
  zum ersten Mal begegnete, da war es,
  als hätte ich Trauben in der Wüste gefunden.
  Eure Vorfahren waren für mich
  wie die ersten köstlichen Früchte des Feigenbaums.
  Doch bald liefen sie dem Gott Baal-Peor nach
  und verschrieben sich diesem abscheulichen Götzen,
  ja, sie wurden genau wie er!
11 Darum wird Ephraims Größe
  und Herrlichkeit so schnell schwinden,
  wie Vögel davonfliegen.
  Keine israelitische Frau wird mehr Nachwuchs bekommen,
  keine schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen.
12 Die Kinder, die sie dann noch großziehen, lasse ich sterben.
  Kein Einziges wird übrig bleiben.
  Ja, wehe den Israeliten, wenn ich ihnen den Rücken kehre!
13 Ich hatte Ephraim wie eine junge Palme
  auf fruchtbarem Boden gepflanzt.
  Doch nun muss es seine Söhne an ihre Mörder ausliefern.«

14 Ach, HERR, musst du sie wirklich zur Rechenschaft ziehen?
  Dann strafe sie damit, dass sie unfruchtbar werden
  und nie wieder ein Kind stillen können!

15 Der Herr sagt: »In Gilgal hat sich gezeigt,
  wie verdorben sie sind, ja, dort habe ich angefangen,
  sie für ihre Bosheit und ihre Verbrechen zu hassen.
  Darum vertreibe ich sie jetzt aus meinem Land,
  ich will sie nicht länger lieben!
  Die führenden Männer des Volkes
  lehnen sich allesamt gegen mich auf.
16 Ephraim ist wie ein toter Baum,
  seine Wurzeln sind vertrocknet,
  seine Zweige ohne Früchte.
  Und selbst wenn diesem Volk noch Kinder geboren werden,
  töte ich sie, ja, ich vernichte, was ihnen lieb und teuer ist!«

17 Mein Gott wird die Leute von Ephraim verstoßen,
  weil sie nicht auf ihn hören.
  Als Flüchtlinge müssen sie bei fremden Völkern leben!

Kommentar

Treue Kinder

Gott liebt dich. Er will, dass du das Beste aus deinem Leben machst. Er will nicht, dass du es vergeudest. Das tust du, wenn du „deinem Gott untreu“ wirst (9,1).

Wie wir gesehen haben, vergleicht Hosea die Ehe zwischen Mann und Frau mit der Beziehung zwischen Israel und Gott. Ebenso verwendet Er das Bild der Eltern-Kind Beziehung: „Als Israel jung [ein Kind] war, habe ich es in mein Herz geschlossen, und ich habe meinen Sohn aus Ägypten gerufen“ (11,1).

Wir werden Zeuge, wie Gott unter der Untreue Seines Kindes leidet: Das Volk „hat meinen Bund gebrochen hat und [hält] mein Gesetz nicht mehr …Wann endlich schafft ihr es, euch zu reinigen? …Sie haben Wind gesät, werden aber einen Sturm ernten…Israel hat vergessen, dass ich es bin, der es zu dem gemacht hat, was es ist… du warst deinem Gott untreu“ (8,1.5.7.14; 6,1). Gott sehnt Sich nach einem treuen Volk, das Leben in Fülle erlebt.

Wir haben das unglaubliche Vorrecht in der Zeit des Geistes zu leben. Gott hat Seinen Geist gesandt, dass Er in deinem Herzen lebt. Er befähigt dich, nach dem Willen des Geistes zu leben (Römer 8,5).

Gebet

Herr, ich danke Dir, dass ich Dein geliebtes Kind bin. Bitte hilf mir, ein kluges, treues Kind zu sein.

Pippa fügt hinzu

Sprüche 17,28a

„Selbst einen Narren hält man für weise, wenn er schweigt.“

Das ist meine Taktik, wenn mich die Menschen im Raum einschüchtern.

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottalnd(no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“) \t Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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