Tag 325

Du kannst dem Bösen widerstehen

Weisheit Sprüche 28,7–17
Neues Testament Jakobus 4,1–17
Altes Testament Hesekiel 38,1–39,29

Einführung

Seit dem Anstieg des globalen Terrorismus sprechen einflussreiche Staatsoberhäupter viel davon, das Böse besiegen zu wollen. Ein Journalist des Guardian wies jedoch darauf hin, dass „ihre Rhetorik auf der Nichtanerkennung der Tatsache basiere, dass Grausamkeit und Konflikte Folgen der menschlichen Natur sind“. Oder wie Albert Einstein sagte, „Ich fürchte nicht die explosive Kraft der Atombombe. Ich fürchte mich vor der explosiven Kraft des Bösen im Herz des Menschen.“

Warum gibt es so viel Böses auf der Welt? Warum ringen wir in unserem eigenen Leben so viel mit dem Bösen? Wie kannst du dem Teufel widerstehen? Was geschieht am Ende der Zeit mit dem Teufel?

Weisheit

Sprüche 28,7–17

7 Ein junger Mensch, der das Gesetz Gottes beachtet,
 ist klug. Wer aber mit Verschwendern Umgang pflegt,
 macht seinen Eltern Schande.

8 Wer seinen Reichtum
 durch Aufpreis und Zinsen vermehrt,
 muss sein Vermögen einmal dem überlassen,
 der den Armen hilft.

9 Wer auf Gottes Gesetz nicht hören will,
 den will auch Gott nicht hören –
 sein Gebet ist Gott zuwider!

10 Wer aufrichtige Menschen dazu verführt,
 Böses zu tun, wird in seine eigene Falle stürzen.
 Der Ehrliche aber wird reich belohnt.

11 Der Reiche hält sich selbst für klug,
 aber ein Armer, der Verstand besitzt,
 durchschaut ihn.

12 Wenn Menschen, die Gott gehorchen,
 an die Macht kommen,
 brechen herrliche Zeiten an;
 aber wenn Gottlose das Sagen haben,
 verstecken sich die Leute.

13 Wer seine Sünden vertuscht, hat kein Glück;
 wer sie aber bekennt und meidet,
 der wird Erbarmen finden.

14 Glücklich ist, wer Gott zu jeder Zeit achtet und ehrt!
 Wer sich aber innerlich verhärtet,
 wird ins Unglück stürzen.

15 Ein Herrscher, der Gott missachtet,
 gleicht einem brüllenden Löwen
 und einem gereizten Bären –
 ein armes Volk ist machtlos gegen ihn!

16 Ein Machthaber ohne Verstand
 beutet seine Untergebenen aus;
 wer aber unehrlich erworbenen Gewinn hasst,
 der kann ein langes Leben genießen.

17 Ein Mörder ist bis zu seinem Tod
 immer auf der Flucht –
 niemand soll ihn dabei aufhalten!

Kommentar

Bekenne das Böse und lass ab davon

Hier finden wir eine Antwort auf das Böse in unserem Leben: „Wer seine Sünden verheimlicht, dem wird es nicht gut gehen. Aber wenn er sie bekennt und davon lässt, wird er Barmherzigkeit finden“ (28,13).

Der Verfasser der Sprüche nennt verschiedene Arten des Bösen: Mord (28,17), die Aufrichtigen auf Abwege führen (10), Missachtung der Gesetze (9), Wucher (8) und Hartherzigkeit (14).

Er spricht auch von bösen Herrschern: „Wenn gute Menschen regieren, ist überall festlicher Glanz. Wenn Verbrecher an die Macht kommen, dann verstecken sich die Leute“ (12; GNB). „Ein Machthaber ohne Verstand beutet seine Untergebenen aus“ (16a; Hfa). Das sehen wir seit Jahren z.B. in Syrien, Libyen, im Irak, Zimbabwe, Nordkorea, im Sudan usw. eine gute Regierung ist so wichtig.

„Ein Herrscher, der Gott missachtet, gleicht einem brüllenden Löwen und einem gereizten Bären – ein armes Volk ist machtlos gegen ihn“ (15; Hfa), schreibt er. Der Apostel Petrus beschrieb den Teufel als brüllenden Löwen, der umherstreift „und nach einem Opfer sucht, das er verschlingen kann“ (1. Petrus 5,8).

Wenn du deine Sünden bekennst, ist Gott dir gnädig. „Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen“ (28,13; SLA). Oder wie es in 1. Johannes 1,9 heißt: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ (LUT).

Gebet

Ich danke Dir, Herr, für die wundervolle Zusage, dass ich auf Gnade hoffen darf, wenn ich meine Schuld bekenne und von ihr ablasse.

Neues Testament

Jakobus 4,1–17

Freundschaft mit der Welt – Feindschaft mit Gott

4 1 Wieso gibt es denn bei euch so viel Kämpfe und Streitigkeiten? Kommt nicht alles daher, dass in euch die Leidenschaften und Triebe um die Vorherrschaft kämpfen? 2 Ihr wollt alles haben und werdet nichts bekommen. Ihr seid voller Neid und tödlichem Hass; doch gewinnen werdet ihr dadurch nichts. Eure Streitigkeiten und Kämpfe nützen euch gar nichts. Solange ihr nicht Gott bittet, werdet ihr nichts empfangen. 3 Und wenn ihr ihn bittet, wird er euch doch nichts geben. Denn ihr verfolgt üble Absichten: Es geht euch nur darum, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen.

4 Ihr Treulosen! Ist euch denn nicht klar, dass Freundschaft mit der Welt zugleich Feindschaft gegen Gott bedeutet? Wer also ein Freund dieser Welt sein will, der wird zum Feind Gottes. 5 Oder meint ihr, die Heilige Schrift sagt ohne jeden Grund: »Leidenschaftlich wünscht sich Gott, dass der Lebensgeist, den er in uns wohnen lässt, ganz ihm gehört«? 6 Aber was Gott uns schenken will, ist noch viel mehr. Darum heißt es auch:

 »Die Hochmütigen weist Gott von sich;
  aber er wendet denen seine Liebe zu,
  die wissen, dass sie ihn brauchen.«

7 Unterstellt euch Gott und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen. 8 Sucht die Nähe Gottes, dann wird er euch nahe sein. Wascht die Schuld von euren Händen, ihr Sünder, und gebt euch Gott von ganzem Herzen hin, ihr Unentschiedenen! 9 Seht doch endlich ein, wie groß eure Schuld ist; erschreckt und trauert darüber! Ihr sollt nicht mehr lachen, sondern weinen; aus eurer Freude soll Traurigkeit werden. 10 Beugt euch vor dem Herrn! Dann wird er euch aufrichten.

Nicht über andere urteilen!

11 Redet nicht schlecht übereinander, liebe Brüder und Schwestern! Denn wer jemandem Schlechtes nachsagt oder ihn verurteilt, der verstößt gegen Gottes Gesetz. Anstatt es zu befolgen, spielt er sich als Richter auf. 12 Dabei gibt es doch nur einen Gesetzgeber und einen Richter, und das ist Gott. Nur er kann verurteilen oder von Schuld freisprechen. Woher nimmst du dir also das Recht, deine Mitmenschen zu verurteilen?

Falsche Sicherheit

13 Nun zu euch, die mit großen Worten ankündigen: »Heute oder morgen wollen wir in diese oder jene Stadt reisen. Wir wollen dort ein Jahr bleiben, gute Geschäfte machen und viel Geld verdienen.« 14 Ihr wisst ja noch nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist denn schon euer Leben? Nichts als ein flüchtiger Hauch, der – kaum ist er da – auch schon wieder verschwindet. 15 Darum sollt ihr lieber sagen: »Wenn der Herr will, werden wir dann noch leben und wollen dieses oder jenes tun.« 16 Ihr aber seid stolz auf eure Pläne und gebt damit an. Eine solche Überheblichkeit ist verwerflich. 17 Wer Gelegenheit hat, Gutes zu tun, und tut es trotzdem nicht, der wird vor Gott schuldig.

Kommentar

Widerstehe dem Teufel

Warum ist die Welt so gespalten? Jakobus gibt uns eine unbequeme Antwort: „Kommt nicht alles daher, dass in euch die Leidenschaften und Triebe um die Vorherrschaft kämpfen?“ (1,1; Hfa). Die Bibel sieht im Menschen die Quelle des Bösen und zeigt gleichzeitig auf einen noch tieferen Ursprung.

Jeder Mensch hat eine Neigung zum Bösen. Das heutige Kapitel nimmt das Hauptschlachtfeld im Kampf gegen das Böse ins Visier – nämlich uns selbst. Wir müssen dem Bösen widerstehen. Wie aber können wir diese Schlacht gewinnen?

Das erste Problem, das Jakobus identifiziert, ist, dass wir, wenn wir etwas möchten, einfach darauf los steuern, anstatt Gott darum zu bitten: „Ihr verzehrt euch nach etwas, was ihr gerne hättet. Ihr mordet und seid eifersüchtig, aber das bringt euch dem ersehnten Ziel nicht näher. Ihr versucht es mit Kampf und Gewalt; aber ihr bekommt trotzdem nicht, was ihr wollt“ (4,2; GNB).

Die Verlockungen dieser Welt sind so stark. Aber Gott will, dass du Ihm treu bleibst. Wenn wir den weltlichen Vergnügungen nachjagen, begehen wir sinnbildlichen Ehebruch in unserer Beziehung zu Gott: „Selbst wenn ihr darum bittet, bekommt ihr es nicht, weil ihr aus falschen Gründen bittet und nur euer Vergnügen sucht“ (1,3).

Jakobus fährt fort, „Ihr Treulosen! Ist euch denn nicht klar, dass Freundschaft mit der Welt zugleich Feindschaft gegen Gott bedeutet? Wer also ein Freund dieser Welt sein will, der wird zum Feind Gottes“ (4,4; Hfa). Damit verletzen wir den Heiligen Geist: „Meint ihr, die Schrift sage umsonst, dass der Heilige Geist, den Gott uns gegeben hat, eifersüchtig auf unsere Treue bedacht ist?“ (4,5). Wir betrüben den Heiligen Geist, wenn wir anderen Göttern nachjagen.

Schuldig werden wir auch durch Unterlassung. Sünde ist nicht nur, etwas zu tun, was wir als falsch erkennen; Sünde ist auch das Versäumnis zu tun, was wir als richtig erkannt haben: „Wer das Gute kennt und es nicht tut, der macht sich schuldig“ (4,17).

Du kannst das Böse nicht alleine überwinden. Bemerkenswert jedoch ist, „Weil Gott gnädig ist, gibt er uns immer mehr Kraft, solchen Begierden zu widerstehen“ (6a). Gott verdammt dich nicht. Er „stellt sich den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er Gnade“ (6b). Er schenkt dir mehr Gnade, das Böse zu überwinden.

„Deshalb ordnet euren Willen Gott unter! Widersteht dem Teufel, und er wird euch verlassen. Kommt zu Gott, und Gott wird euch entgegenkommen“ (7-8a). Das sind wunderbare Zusagen, die du dir ins Herz schreiben solltest. Die The Message Bible schreibt, „Schrei dem Teufel ein lautes Nein entgegen und sieh, wie er davonjagt. Sprich ein leises Ja zu Gott und Er wird umgehend zur Stelle sein“ (4,7-8; frei übersetzt).

Wie soll das gehen? Jakobus erläutert: „Wascht die Schuld von euren Händen“ (8; Hfa). Anzunehmen, du könntest ein heiliges Leben führen, solange du noch einen Funken Sünde in deinem Leben zulässt, wird nicht funktionieren. „Reinigt eure Herzen, ihr Zweifler! Erkennt eure Schuld und weint darüber… Wenn ihr eure Schuld vor dem Herrn eingesteht, wird er euch wieder aufrichten“ (8b-10).

Während wir uns unserer eigenen Sünde bewusst werden, erkennen wir, dass wir nicht in der Position sind, andere zu verurteilen. Der beste Weg, die Fehler der anderen zu verzeihen, ist, sich unsere eigene Schuld vor Augen zu führen. Wir brechen selbst ständig das Gesetz. Wer sind wir also, andere zu verurteilen (4,11)? „Nur Gott, der das Gesetz gegeben hat, kann gerecht richten. Nur er hat die Macht, zu retten oder zu vernichten. Welches Recht hast du also, deinen Nächsten zu verurteilen?“ (4,12).

Ein anderes Übel ist, sich selbst zu wichtig zu nehmen, „Angeberei“ (4,16). Vollmundig verkünden wir, „Heute oder morgen werden wir in die und die Stadt reisen! Dort werden wir ein Jahr lang Geschäfte machen und viel Geld verdienen“ (13; GNB).

Es mag alles gut durchdacht sein, aber „Woher wollt ihr wissen, was morgen sein wird?“ (14a). Du bist vollkommen abhängig von Gott. „Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun“ (15; LUT). Die Worte „wenn Gott will“ sollten nicht zur Floskel verkommen, sondern zum Ausdruck bringen, auf wen wir vertrauen und wer die Kontrolle hat. Bete von Herzen: „Dein Wille geschehe“.

Gebet

Herr, vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Altes Testament

Hesekiel 38,1–39,29

Der Herrscher Gog – ein Feind von Israel

38 1 Wieder empfing ich eine Botschaft vom HERRN. Er befahl mir: 2 »Du Mensch, blick in die Richtung, wo das Land Magog liegt, und kündige Gog, dem obersten Herrscher über die Völker Meschech und Tubal, mein Gericht an. 3 Richte ihm aus, was ich, Gott, der HERR, zu sagen habe: Gog, du Herrscher über Meschech und Tubal, du bekommst es mit mir zu tun! 4 Ich bohre Haken durch deine Kinnlade und zwinge dich zu gehen, wohin ich will. Mitsamt deinem ganzen Heer führe ich dich aus deinem Land heraus. Riesig ist es, dieses Heer, mit unzähligen Reitern und Pferden; die Soldaten sind prächtig gekleidet und mit Langschilden, Rundschilden und Schwertern bewaffnet. 5 Söldner aus Persien, Äthiopien und Libyen begleiten euch, gut gerüstet mit Schilden und Helmen. 6 Die Truppen aus den Ländern Gomer und Bet-Togarma im äußersten Norden sind ebenfalls dabei, und auch aus vielen anderen Völkern kommen die Soldaten dazu.

7 So halte dich nun bereit, rüste dein ganzes Heer zum Kampf und übernimm die Befehlsgewalt über sie! 8 Es werden zwar noch viele Jahre vergehen, aber dann, in ferner Zukunft, wirst du deinen Auftrag erhalten. Ich werde dich auffordern, ein fremdes Land zu überfallen. Es ist das Bergland Israel, das sich inzwischen vom Krieg erholt hat und dessen Bewohner aus der Verbannung heimgekehrt sind. Lange Zeit war es ein Trümmerfeld, doch nun leben die Menschen dort wieder in Ruhe und Sicherheit. 9 Du wirst mit deinem Heer heranziehen wie ein gewaltiges Unwetter, deine vereinten Truppen bedecken das ganze Land wie eine riesige Wolke.

10 Ich, Gott, der HERR, kündige dir an: In jener Zeit kommen dir böse Gedanken und du schmiedest einen heimtückischen Plan. 11 Du nimmst dir vor, dieses wehrlose Land anzugreifen, dessen Bewohner in Ruhe und Sicherheit leben. Ihre Städte haben keine Mauern und keine verriegelten Tore. 12 Du willst dich an den Israeliten bereichern und viel Beute machen. Die Städte, die einst in Trümmern lagen, willst du erobern und dir das ganze Volk unterwerfen, das nun wieder darin wohnt. Es ist aus fremden Ländern zurückgekehrt, es hat große Viehherden und andere Reichtümer erworben und wohnt nun im bedeutendsten Land der Welt. 13 Die Händler aus Saba, Dedan und Tarsis werden dich fragen: ›Hast du deine Truppen versammelt, um auf Raubzug zu gehen und zu plündern? Willst du Silber und Gold an dich reißen, Viehherden und anderen Besitz erbeuten?‹

14 Du Mensch, richte dem Herrscher Gog aus, was ich, Gott, der HERR, ihm zu sagen habe: Ist es nicht so? Wenn jene Zeit kommt, in der sich mein Volk in Sicherheit wähnt, lässt du dir das nicht entgehen. 15 Jawohl, du wirst aus deinem Land im äußersten Norden aufbrechen, zusammen mit einem großen und mächtigen Heer. Deine Soldaten kommen aus vielen Völkern, sie rücken auf Pferden 16 gegen mein Volk Israel vor und bedecken das Land wie eine riesige Wolke. Am Ende der Zeit wird dies geschehen; dann lasse ich dich mein Land überfallen, damit die anderen Völker meine Macht erkennen. Wenn sie sehen, was ich mit dir tun werde, begreifen sie, dass ich ein heiliger Gott bin.

17 Du bist der Herrscher, dessen Kommen ich, Gott, der HERR, schon vor langer Zeit angekündigt habe. Durch meine Diener, die Propheten, ließ ich voraussagen, dass du Israel in meinem Auftrag angreifen würdest.«

Gott selbst vernichtet den Feind seines Volkes

18 »Ich, Gott, der HERR, kündige an: An dem Tag, an dem Gog mit seinem Heer in Israel einfällt, wird der Zorn in mir aufflammen. 19 Ja, schon jetzt schwöre ich in meinem glühenden Zorn: An diesem Tag soll im ganzen Land die Erde beben! 20 Alle werden dann vor mir zittern: die Menschen und auch die wilden Tiere, die Fische, Vögel und Kriechtiere. Berge brechen auseinander, Felswände stürzen ein, Mauern fallen in sich zusammen. 21 Ich, Gott, der HERR, lasse das Schwert auf den Bergen von Israel wüten und sorge dafür, dass sich Gogs Soldaten gegenseitig umbringen. 22 Ja, ich werde Gog richten mitsamt seinem ganzen Heer und allen, die auf seiner Seite gekämpft haben: Viele von ihnen fallen in der Schlacht oder sterben an der Pest. Ich lasse Wolkenbrüche und Hagel, Feuer und Schwefel auf sie niederfallen. 23 Vor den Augen aller Völker werde ich zeigen, dass ich ein mächtiger und heiliger Gott bin. Dann müssen sie mich als HERRN anerkennen.

39 1 Du Mensch, richte Gog, dem obersten Herrscher über Meschech und Tubal, aus, was ich ihm zu sagen habe: Jetzt bekommst du es mit mir, Gott, dem HERRN, zu tun! 2 Ich lenke dich und zwinge dich zu gehen, wohin ich will; vom äußersten Norden lasse ich dich ins Bergland Israel ziehen. 3 Dort schlage ich dir den Bogen aus der linken Hand und lasse dir die Pfeile aus der rechten Hand gleiten. 4-5 In den Bergen von Israel wirst du in der Schlacht fallen, und mit dir alle deine Soldaten aus den anderen Völkern. Auf dem freien Feld liegen eure Leichen herum, ich gebe sie den Raubvögeln aller Art und den wilden Tieren zum Fraß. Das sage ich, Gott, der HERR. Mein Wort gilt! 6 Ich lege Feuer in den Städten von Magog und in den Küstenländern, deren Bewohner sich so sicher fühlen. Dann müssen sie einsehen, dass ich der HERR bin.

7 Inmitten meines Volkes Israel erweise ich mich als der heilige Gott. Ich lasse nicht länger zu, dass mein Name in den Schmutz gezogen wird, sondern sorge dafür, dass die Völker erkennen, dass ich der HERR bin, der heilige Gott Israels. 8 Ja, der Tag kommt, an dem ich Gericht über sie halten werde. Dann wird alles so eintreffen, wie ich es angekündigt habe. Darauf gebe ich, Gott, der HERR, mein Wort!«

Gog und sein Heer werden bestattet

9 »Die Einwohner der Städte Israels werden aufs Schlachtfeld gehen und dort die Waffen ihrer Feinde einsammeln. Mit den Schilden, Bogen und Pfeilen, den Keulen und Lanzen können sie sieben Jahre lang Feuer machen. 10 Sie brauchen kein Holz mehr auf den Feldern zu suchen, und im Wald müssen sie keine Bäume mehr fällen. Denn die Waffen ihrer Feinde sind Brennholz genug! Nun werden sie diejenigen plündern und berauben, die das Gleiche mit ihnen tun wollten. Darauf gebe ich, Gott, der HERR, mein Wort.

11 In jener Zeit bestimme ich einen Ort, wo Gog begraben werden soll: Es ist das Tal Abarim (›Tal der Durchreisenden‹) östlich vom Toten Meer. Mit Gog wird auch sein ganzes Heer dort bestattet, darum kann man das Tal nicht mehr betreten. Von da an heißt es Tal Hamon Gog (›Tal der Truppen Gogs‹).

12 Sieben Monate werden die Israeliten brauchen, um alle Leichen dort zu begraben, damit das Land nicht länger unrein ist. 13 Das ganze Volk wird dabei helfen. Dann wird man Israel rühmen, weil ich vor aller Augen meine Herrlichkeit offenbart habe. Das verspreche ich, Gott, der HERR.

14 Nach diesen sieben Monaten werden die Israeliten Männer damit beauftragen, durch das ganze Land zu ziehen. Sie sollen überall nach Gefallenen suchen, die noch nicht begraben wurden. Denn auch sie müssen bestattet werden, damit das Land nicht länger unrein ist. 15 Wenn diese Männer nun irgendwo auch nur einen Menschenknochen finden, sollen sie die Stelle kennzeichnen, damit die Totengräber ihn im Tal Hamon Gog bestatten können. 16 Auf diese Weise wird das ganze Land wieder rein. Auch eine Stadt in Israel wird nach den gefallenen Soldaten Gogs ›Hamona‹ genannt werden.« 17 Gott, der HERR, sprach zu mir: »Du Mensch, rufe alle Vögel und die wilden Tiere herbei: Kommt von überall her, versammelt euch im Bergland Israel! Denn dort bereite ich ein großes Opfermahl für euch zu, kommt, fresst Fleisch und trinkt Blut! 18 Ja, fresst das Fleisch von kampferprobten Soldaten, und trinkt das Blut von mächtigen Herrschern! Sie alle werden geschlachtet wie Opfertiere, wie Schafböcke, Lämmer und Ziegenböcke, wie Stiere und gemästete Rinder aus Baschan. 19 Fresst euch satt an ihrem Fett, berauscht euch am Blut der Opfer, die ich für euch geschlachtet habe! 20 An meinem Tisch könnt ihr essen, so viel ihr wollt, von Pferden, Reitern, Heerführern und Soldaten. Mein Wort gilt!«

Ich wende Israels Schicksal zum Guten!

21 »Wenn ich Gericht gehalten habe über Gog und sein Heer, wenn ich mein Urteil an ihm vollstreckt habe, werden die anderen Völker meine Macht und Herrlichkeit sehen. 22 Und auch die Israeliten werden erkennen, dass ich der HERR, ihr Gott, bin. Nie mehr werden sie das vergessen. 23 Dann begreifen die anderen Völker, dass die Israeliten wegen ihrer Schuld in die Verbannung gehen mussten. Weil sie mir untreu geworden sind, habe auch ich mich von ihnen abgewandt und sie in die Gewalt ihrer Feinde gegeben. Alle ihre Soldaten fielen im Krieg. 24 Ja, wegen ihres Götzendienstes und ihrer schmutzigen Taten habe ich sie verlassen und sie so behandelt, wie sie es verdienten.

25 Doch jetzt sage ich, Gott, der HERR: Ich wende das Schicksal meines Volkes zum Guten und habe Erbarmen mit ihnen, den Nachkommen von Jakob. Mit ganzer Kraft setze ich mich dafür ein, dass mein heiliger Name wieder geehrt wird. 26 Wenn die Israeliten sicher und in Frieden in ihrem Land leben, dann werden sie sich schämen, weil sie mir untreu waren. 27 Ich bringe sie zurück aus den Ländern ihrer Feinde, und so beweise ich vor aller Welt, dass ich ein heiliger Gott bin. 28 Nach langer Zeit der Verbannung lasse ich mein Volk wieder in seinem Land wohnen, keiner von ihnen bleibt zurück. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR, ihr Gott, bin. 29 Ich erfülle die Israeliten mit meinem Geist und wende mich nie mehr von ihnen ab. Darauf gebe ich, Gott, der HERR, mein Wort.«

Kommentar

Vertraue darauf, dass das Gute triumphieren wird

Das Böse hat nicht das letzte Wort. Am Ende wird das Gute triumphieren. Gott ist souverän – selbst in der jüngsten Pandemie. Thomas von Aquin drückte es so aus, „Gott ist so mächtig, dass Er alles Böse zu einem guten Ende zu führen vermag.“

Hesekiel weissagt gegen „Gog im Land Magog… ich werde gegen dich vorgehen“ (38,2-3). Wer sich hinter Gog und Magog verbirgt, scheint absichtlich im Dunklen zu bleiben. Bei Hesekiel repräsentieren sie die Erzfeinde, die „einen bösen Plan [gegen Gottes Volk] aushecken“ (38,10).

Deutlicher wird ihre Identität in der Offenbarung des Johannes (19,11-20,10), in der das Ende der Welt und die Vernichtung Satans beschrieben sind. Gog und Magog gehören zu Satan und repräsentieren die bösen Mächte und Menschen dieser Erde. Die Botschaft sowohl in der Offenbarung als auch bei Hesekiel ist eindeutig: Gott gewinnt!

Es handelt sich um eine hoffnungsvolle Botschaft. Gott spricht, „Ich werde Gog [Satan] richten… So will ich meine Größe und Heiligkeit zeigen und mich vielen Völkern offenbaren. Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin“ (38,22-23).

Der Kontext bei Hesekiel ist, dass sich das Volk wegen seiner Untreue zu Gott im Exil befand. Deshalb verbarg Er Sein Gesicht vor ihnen und gab sie in die Hände ihrer Feinde (39,23-24). Jetzt verheißt Er ihnen einen Tag, an dem die Feinde fallen werden (39,4-5). Dann wird Gott verherrlicht werden. „Dann wird man Israel rühmen, weil ich vor aller Augen meine Herrlichkeit offenbart habe“ (39,13; Hfa).

Er verspricht, „ich will Erbarmen mit dem ganzen Volk der Israeliten haben… vor den Augen der vielen Völker meine Heiligkeit an ihnen offenbaren… Und ich werde mich nicht mehr von ihnen abwenden, denn ich habe meinen Geist über ihnen ausgegossen“ (39,25-29).

Das sind wundervolle Zusagen. Satan ist besiegt, sein Ende besiegelt. Und du kannst schon heute diesen Sieg erleben und dem Bösen widerstehen.

Gebet

Herr, danke, dass die Mächte des Bösen bereits besiegt sind. Ich bete für eine Ausgießung Deines Geistes, damit alle Welt erkennt, dass Du, Herr, Gott bist.

Pippa fügt hinzu

Jakobus 4,7–8

„Widersteht dem Teufel, und er wird euch verlassen. Kommt zu Gott, und Gott wird euch entgegenkommen.“

Machtvolle Verse, die ich mir schon oft selbst zugesprochen habe, wenn ich mich von Angst oder Entmutigung angefochten gefühlt habe.

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottland (no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“) \t Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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