Tag 362

Halleluja

Weisheit Psalm 148,1–6
Neues Testament Offenbarung 18,17b–19,10
Altes Testament Nehemia 7,4–8,18

Einführung

Mehr als 50 Mio. Menschen haben inzwischen den YouTube Clip eines Flashmobs angeklickt, der zeigt, wie nichts ahnende Menschen in einem Einkaufszentrum beim Essen überrascht wurden. Eine junge Frau, die wie alle anderen ihr Essen zu genießen scheint, erhebt sich. Sie scheint am Handy zu sein. Dann stimmt dann das „Halleluja“ aus Händels Messias an. Um sie herum stehen über 100 weitere Opernsänger (eindeutig geplant) auf und stimmen mit ein.

Der „Messias“ ist Georg Friedrich Händels berühmtestes Werk. Es erzählt die Geschichte von Jesus, dem Messias. Teil zwei handelt von Seinem Tod am Kreuz, Seiner Auferstehung und von Seiner Auffahrt in den Himmel; er endet mit dem vom Chor gesungenen „Halleluja“. Bei der Premiere im Frühjahr 1742 erhob sich König Georg II bei den ersten Klängen des triumphalen „Hallelujas“. Das königliche Protokoll verlangt noch heute, dass sich alle Anwesenden erheben, sobald der Monarch steht. Folglich erhoben sich das gesamte Publikum sowie das Orchester. König Georg II erkannte an, dass er unter der Herrschaft des Herrn der Herrn und König der Könige stand.

Das Wort Halleluja lädt zum Lobpreis Gottes ein – wörtlich bedeutet es „Lobet (Hallal) den Herrn (Jahwe)“. Im Alten Testament steht es es 23 Mal (ausschließlich in den Psalmen), im Neuen Testament viermal – alle in unserem heutigen Abschnitt.

Weisheit

Psalm 148,1–6

Lobt den Herrn im Himmel und auf der Erde!

1 Halleluja – lobt den HERRN!

Lobt den HERRN im Himmel,
 lobt ihn dort in der Höhe!
2 Lobt ihn, alle seine Engel, lobt ihn,
 ihr himmlischen Heere!
3 Lobt ihn, Sonne und Mond, lobt ihn,
 ihr leuchtenden Sterne!
4 Lobt ihn auch im fernsten Weltall, lobt ihn,
 ihr Wassermassen über dem Himmel!

5 Sie alle sollen den HERRN loben!
 Denn auf seinen Befehl hin wurden sie erschaffen.
6 Er wies ihnen für alle Zeiten ihren Platz zu
 und gab ihnen feste Gesetze,
 denen sie für immer unterworfen sind.

Kommentar

Die Halleluja Psalmen

Auf Rockkonzerten, bei Fußballspielen und anderen großen Sportveranstaltungen kommt es immer wieder zu ausgelassenen Jubelszenen. Doch sie sind kein Vergleich mit unserem überschwänglichen Lobpreis Gottes später einmal im Himmel.

Der heutige Psalm beginnt mit den Worten, „Halleluja! Lobt den Herrn im Himmel!“ (148,1). Die letzten fünf Psalmen des Psalters (Psalmen 146-150) beginnen alle mit „Halleluja“. Die Psalmen ebenso wie das Neue Testament und damit die ganze Bibel enden mit ausgelassenem Lobpreis, Segen und Freude.

„Halleluja! Lobt den Herrn im Himmel! Lobt ihn in der Höhe! Lobt ihn, all seine Engel!“ (1-2a).

Selbst die Engel preisen Gott. Das sehen wir auch in unserem Abschnitt aus dem Neuen Testament. Als Johannes einen der Engel sieht, fiel er ihm zu Füßen und lobte ihn (den Engel). Aber der Engel sagte zu Johannes, „Nein, bete nicht mich an! Denn ich bin ein Diener Gottes, genau wie du und alle anderen, die ihr an der Botschaft von Jesus festhaltet. Bete Gott an!“ (Offenbarung 19,10).

Wie alle Psalmen kannst du auch diesen zu deinem persönlichen Gebet machen:

Gebet

„Lobt ihn, ihr himmlischen Heerscharen! Lobt ihn, Sonne und Mond! Lobt ihn, ihr funkelnden Sterne! Lobt ihn, alle Himmel! Lobt ihn, ihr Wasser, die ihr über dem Himmel seid! Sie sollen den Namen des Herrn loben“ (2b-5a).

Neues Testament

Offenbarung 18,17b–19,10

17 Und von einem Augenblick zum anderen ist alles vernichtet!‹ Auch Kapitäne und Steuermänner mit ihren Matrosen und Schiffsbesatzungen schauten von weitem zu. 18 Als sie den Rauch der brennenden Stadt sahen, riefen sie: ›Was auf der Welt konnte man mit dieser Stadt vergleichen?‹ 19 In ihrer Trauer streuten sie sich Staub auf den Kopf und klagten laut weinend:

 ›Welch ein Jammer um diese mächtige Stadt!
  Durch ihre Schätze sind alle reich geworden,
  die Schiffe auf dem Meer haben.
 Und so schnell ist sie nun zerstört worden!‹

 20 Doch du, Himmel, freu dich darüber!
  Freut euch, die ihr zu Gott gehört!
  Freut euch, ihr Apostel und Propheten!
 Gott hat sein Urteil an ihr vollstreckt für alles Unrecht,
  das sie euch angetan hat.«

21 Dann hob ein mächtiger Engel einen Stein auf, so groß wie ein Mühlstein. Den warf er ins Meer und rief:

 »So wie dieser Stein wird auch das große Babylon
  gewaltsam in die Tiefe gestürzt werden und untergehen.
  Nichts wird davon übrig bleiben.
 22 Ja, Babylon, nie wieder wird
  innerhalb deiner Mauern Musik erklingen:
 keine Harfen, keine Sänger,
  weder Flöten noch Trompeten.
 Nie mehr wird ein Handwerker dort arbeiten,
  und deine Getreidemühlen werden für immer stillstehen.
 23 Alle Lichter werden verlöschen,
  und die fröhlichen Hochzeitsfeste sind für alle Zeiten vorbei.
  Du hattest die erfolgreichsten Kaufleute,
 sie beherrschten die ganze Erde.
  Durch deine Zauberei hast du alle Völker verführt.
 24 In dir wurde das Blut der Propheten
  und der Menschen vergossen, die zu Gott gehören.
 Ja, du bist verantwortlich für den Tod aller Menschen,
  die auf der Erde umgebracht wurden.«

Siegesjubel im Himmel

19 1 Danach hörte ich im Himmel viele Stimmen wie von einer großen Menschenmenge. Sie riefen:

 »Halleluja – lobt den Herrn!
  In ihm allein ist alles Heil,
  unserem Gott gehört alle Macht und Herrlichkeit!
 2 Er ist der unbestechliche und gerechte Richter.
  Er hat sein Urteil über die große Hure vollstreckt,
 die mit ihren Verführungskünsten
  die ganze Welt verdorben hat.
 Für das Blut seiner Diener, das an ihren Händen klebte,
  zog er sie zur Rechenschaft.«

3 Und wieder riefen sie:

 »Halleluja – lobt den Herrn!
  Bis in alle Ewigkeit wird der Rauch
  dieser brennenden Stadt zum Himmel aufsteigen.«

4 Da fielen die vierundzwanzig Ältesten und die vier mächtigen Gestalten vor dem Thron Gottes nieder. Sie beteten Gott an und riefen:

 »Amen! Lobt den Herrn. Halleluja!«

5 Jetzt erklang vom Thron eine Stimme:

 »Rühmt unseren Gott –
  alle, ob groß oder klein,
 die ihr Ehrfurcht vor ihm habt
  und ihm dient!«

6 Und wieder hörte ich viele Stimmen wie von einer großen Menschenmenge: gewaltig wie das Tosen einer mächtigen Brandung und wie lautes Donnergrollen. Sie riefen:

 »Halleluja – lobt den Herrn!
  Denn der allmächtige Gott,
 unser Herr,
  hat seine Herrschaft angetreten.
 7 Wir wollen uns freuen,
  jubeln und Gott ehren.
 Jetzt ist der große Hochzeitstag
  des Lammes gekommen;
  seine Braut hat sich dafür bereitgemacht!
 8 In reines, strahlend weißes Leinen
  durfte sie sich kleiden.«

Das Leinen ist ein Bild für die gerechten Taten der Menschen, die zu Gott gehören.

9 Dann befahl mir der Engel: »Schreib: ›Glücklich, wer zum Hochzeitsfest des Lammes eingeladen ist!‹« Und er fügte hinzu: »Gott selbst hat das gesagt, und seine Worte sind zuverlässig!«

10 Da fiel ich vor dem Engel nieder und wollte ihn anbeten. Aber er wehrte ab und sagte: »Nein, tu das nicht! Ich diene Gott ebenso wie du und deine Geschwister, die ihr euch zu Jesus bekennt. Bete allein Gott an! Denn das Wesen jeder prophetischen Botschaft ist es, auf Jesus hinzuweisen.

Kommentar

Die Halleluja Party

Mein Vater war deutscher Jude. Viele aus seiner Familie litten und starben unter der Schreckensherrschaft des Dritten Reichs in Konzentrationslagern. Das Reich war bald gefallen. Kurz darauf erstarkte ein anderes Reich des Bösen. In Stalins Russland wurden mindestens 20 Mio. Menschen umgebracht. Fromme Christen wurden eingesperrt, gefoltert und getötet. Das Böse ist geblieben, nur die Namen haben sich geändert. Heute sind es der IS, Nordkorea, und andere Unrechtsstaaten.

Der heutige Abschnitt aus dem Neuen Testament beginnt mit der totalen Zerstörung „Babylons“, der großen Stadt. Wir haben bereits festgestellt, dass das eine Beschreibung nicht nur der Zerschlagung des Römischen Reiches (die Johannes im Sinn hatte) sondern aller „Babylons“, die im Lauf der Geschichte groß geworden sind, darstellt.

„Babylon“ steht für das Römische Reich, das Dritte Reich, Stalins Russland, den IS und für alle anderen totalitären Systeme und Regime. Ganze Nationen wurden verführt (18,23) und Gottes Volk verfolgt: „In den Straßen Babylons wurde das Blut der Propheten vergossen und das Blut derer, die zu Gott gehören“ (18,24a).

Deshalb ist die Erleichterung so riesig, wenn ihrer Macht ein Ende gesetzt wird. Die Riesenchöre des Himmels singen „Halleluja“:

„Danach hörte ich eine große Menge im Himmel rufen: ‚Halleluja!‘“ (19,1a). Sie loben Gott, weil Gerechtigkeit geübt wird. Gottes Urteile sind wahr und gerecht: „Aber du, Himmel, freue dich… Gott hat sie um euretwillen gerichtet“ (18,20).

Das „Halleluja“ wird wiederholt (19,3). Die ganze Gemeinde und alle Schöpfung fallen vor Gott, der auf dem Thron sitzt, nieder und beten Ihn an (19,4). Und ein drittes Mal rufen sie, „Amen. Halleluja!“ (19,4).

Und schließlich ein viertes Mal: „Dann hörte ich das Rufen einer großen Menge. Es klang wie das Tosen des Meeres und wie lautes Donnerrollen. Sie riefen: »Halleluja – Preist den Herrn!“ (19,6; GNB).

Und dann geht die Party erst richtig los:

 „‘Wir wollen uns freuen, jubeln und Gott ehren.
  Jetzt ist der große Hochzeitstag des Lammes gekommen;
  seine Braut hat sich dafür bereitgemacht!‘
  In reines, strahlend weißes Leinen durfte sie sich kleiden.
  Das Leinen ist ein Bild für die gerechten Taten der Menschen,
  die zu Gott gehören“ (19,7-8; Hfa).

Die Hochzeit zweier Menschen ist dagegen nur ein leises Flüstern. Irdische Hochzeiten weisen hin auf etwas noch Wundervolleres und Ewiges – deine Beziehung mit Jesus Christus.

Die Hochzeit des Lammes ist die Vermählung Christi mit Seiner Kirche (s. Epheser 5,32; Offenbarung 21,2). Im Kontrast zu den grellen Kleidern des untreuen, promiskuitiven Babylon (18,23b) ist die Kirche „in strahlend weißes Leinen“ (19,8) gekleidet. Du bist gekleidet in Christi Gerechtigkeit.

Das ist das großartige und ewige „Hochzeitsmahl des Lammes“ (19,9). Dazu „eingeladen“ zu sein (9), ist der größte Segen überhaupt. Das restliche Neue Testament sagt, dass du eingeladen bist, doch du musst dich entscheiden, die Einladung anzunehmen.

Es verwundert nicht, dass Johannes dem Engel zu Füßen fällt und ihn anbeten möchte. Wir sollen aber nicht den Boten sondern nur den, von dem die Botschaft kündet, anbeten: „Bete Gott an!“ (19,10). Und du sollst es anderen weitersagen: „Denn das Wesen der prophetischen Rede besteht in der Botschaft von Jesus“ (10).

Gebet

Danke, Herr, dass die Geschichte unseres Universums mit einem „Halleluja!“, mit Lob und Dank und Anbetung enden wird. Danke, dass wir uns auf das Hochzeitsmahl des Lammes freuen dürfen. „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihn ehren“ (19,7a).

Altes Testament

Nehemia 7,4–8,18

Verzeichnis der aus Babylonien Heimgekehrten

4 Jerusalem war sehr groß, doch es lebten erst wenige Menschen dort, und die zerstörten Häuser waren noch nicht wieder aufgebaut. 5 Da gab Gott mir in den Sinn, eine Versammlung der führenden Männer und des ganzen Volkes einzuberufen, um ein Verzeichnis der Sippen anzulegen. Dabei fand ich die Schriftrolle mit dem Verzeichnis der ersten Judäer, die aus der Verbannung zurückgekehrt waren. Darin hieß es:

6 »Die hier Eingetragenen kommen aus der persischen Provinz Juda. Nebukadnezar, der König von Babylonien, hatte ihre Vorfahren in sein Land verschleppt. Sie kehrten in Sippenverbänden nach Jerusalem und Juda zurück, jeder an den Ort, aus dem seine Familie ursprünglich stammte. 7 Sie wurden angeführt von Serubbabel, Jeschua, Nehemja, Asarja, Raamja, Nahamani, Mordochai, Bilschan, Misperet, Bigwai, Rehum und Baana.«

Es folgt ein Verzeichnis der heimkehrenden Sippen mit der Zahl der zu ihnen gehörenden Männer:

 8 von der Sippe Parosch 2172;
  9 von Schefatja 372;
  10 von Arach 652;
  11 von Pahat-Moab 2818,
   sie waren Nachkommen von Jeschua und Joab;
  12 von Elam 1254;
  13 von Sattu 845;
  14 von Sakkai 760;
  15 von Binnui 648;
  16 von Bebai 628;
  17 von Asgad 2322;
  18 von Adonikam 667;
  19 von Bigwai 2067;
  20 von Adin 655;
  21 von Ater 98, sie waren Nachkommen von Hiskia;
  22 von Haschum 328;
  23 von Bezai 324;
  24 von Harif 112;
  25 von Gibeon 95;

 26 aus Bethlehem und Netofa 188;
  27 aus Anatot 128;
  28 aus Bet-Asmawet 42;
  29 aus Kirjat-Jearim, Kefira und Beerot 743;
  30 aus Rama und Geba 621;
  31 aus Michmas 122;
  32 aus Bethel und Ai 123;
  33 aus dem anderen Nebo 52;
  34 von der Sippe des anderen Elam 1254;
  35 von Harim 320;
  36 aus Jericho 345;
  37 aus Lod, Hadid und Ono 721;
  38 von der Sippe Senaa 3930.

39 Aus den Sippen der Priester kehrten zurück:

 von der Sippe Jedaja 973 Männer mit ihren Familien,
 sie waren Nachkommen von Jeschua;
  40 von Immer 1052;
  41 von Paschhur 1247;
  42 von Harim 1017.

43 Von den Leviten:

 aus den Sippen Jeschua und Kadmiël 74,
 sie waren Nachkommen von Hodawja;

44 von den Tempelsängern:

 aus der Sippe Asaf 148;

45 von den Wächtern an den Tempeltoren:

 aus den Sippen
  Schallum, Ater, Talmon, Akkub, Hatita und Schobai 138;

46 von den Tempeldienern:

 die Sippen von
  Ziha, Hasufa, Tabbaot,
  47 Keros, Sia, Padon,
  48 Lebana, Hagaba, Salmai,
  49 Hanan, Giddel, Gahar,
  50 Reaja, Rezin, Nekoda,
  51 Gasam, Usa, Paseach,
  52 Besai, die Mëuniter und die Nefusiter
  53 sowie die Sippen von Bakbuk, Hakufa, Harhur,
  54 Bazlut, Mehida, Harscha,
  55 Barkos, Sisera, Temach,
  56 Neziach und Hatifa.

57 Von den Nachkommen der Diener Salomos kamen zurück:

 die Sippen von
  Sotai, Soferet, Peruda,
  58 Jaala, Darkon, Giddel,
  59 Schefatja, Hattil,
  Pocheret-Zebajim und Amon.

 60 Insgesamt kehrten 392 Tempeldiener
 und Nachkommen von Salomos Dienern nach Israel zurück.

 61-62 Von den heimkehrenden Familien stammten 642
 aus den Orten Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer.

 Sie gehörten zu den Sippen
  Delaja, Tobija und Nekoda,
  konnten jedoch ihre israelitische Abstammung nicht nachweisen.

63-64 Einige der Priester

 durften keinen Tempeldienst ausüben,
 denn ihre Abstammungsregister waren nicht aufzufinden.
  Sie kamen aus den Sippen von Habaja, Hakkoz und Barsillai.
   Der Stammvater der Sippe Barsillai hatte eine Tochter
   des Gileaditers Barsillai geheiratet
   und den Namen seines Schwiegervaters angenommen.

65 Der persische Statthalter verbot den Priestern aus diesen drei Sippen, von den geweihten Opfergaben zu essen, bis wieder ein Hoherpriester im Amt wäre, der das heilige Los werfen durfte, um über ihren Fall zu entscheiden.

66 Insgesamt kehrten 42.360 Israeliten in ihre Heimat zurück, 67 dazu kamen 7337 Sklaven und Sklavinnen und 245 Sänger und Sängerinnen. 68 Die Israeliten brachten 435 Kamele und 6720 Esel mit. 69 Einige Sippenoberhäupter stifteten freiwillige Gaben für den Wiederaufbau des Tempels. Der Statthalter gab 1000 Goldmünzen, 50 Opferschalen und 530 Priestergewänder.

70 Die Sippenoberhäupter legten 20.000 Goldmünzen und 1500 Kilogramm Silber zusammen. 71 Das übrige Volk spendete 20.000 Goldmünzen, 1400 Kilogramm Silber und 67 Priestergewänder. 72 Die Priester, die Leviten, die Torwächter, Sänger und Tempeldiener ließen sich wie die übrigen Israeliten in ihren früheren Heimatorten nieder.

Esra liest aus dem Gesetz vor

8 1-2 Am 1. Tag des 7. Monats, als alle Israeliten wieder in ihren Städten wohnten, versammelte sich das ganze Volk auf dem Platz vor dem Wassertor. Sie baten den Schriftgelehrten Esra, das Buch mit dem Gesetz zu holen, das der HERR dem Volk Israel durch Mose gegeben hatte.

3 Da las der Priester Esra das Gesetz vor den Männern und Frauen und vor den Kindern, die alt genug waren, um es verstehen zu können. Alle hörten aufmerksam zu, vom frühen Morgen bis zum Mittag.

4 Esra stand auf einer Plattform aus Holz, die man eigens dafür errichtet hatte. Rechts neben ihm waren Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja, links Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam.

5 Weil Esra einen erhöhten Platz hatte, konnten alle sehen, wie er die Schriftrolle öffnete. Da stand das ganze Volk auf. 6 Esra pries den HERRN, den großen Gott, und alle riefen mit erhobenen Händen: »Amen, so soll es sein!« Dann warfen sie sich vor dem HERRN nieder, mit dem Gesicht zum Boden.

7 Die Leviten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan und Pelaja legten den Versammelten das Gesetz aus. 8 Sie lasen laut aus dem Buch vor und erklärten Abschnitt für Abschnitt, damit das Volk es wirklich verstehen konnte.

9 Als die Menschen hörten, was im Gesetz stand, begannen sie zu weinen. Aber der Statthalter Nehemia, der Priester und Schriftgelehrte Esra und die Leviten, die das Gesetz auslegten, ermutigten sie: »Seid nicht traurig und weint nicht! Heute ist ein Festtag; er gehört dem HERRN, eurem Gott!

10 Und nun geht nach Hause, esst und trinkt! Bereitet euch ein Festmahl zu und feiert! Gebt auch denen etwas, die sich ein solches Mahl nicht leisten können! Dieser Tag gehört unserem Gott. Lasst den Mut nicht sinken, denn die Freude am HERRN gibt euch Kraft!«

11 Auch die Leviten beruhigten das Volk und sagten: »Seid nicht traurig, denn dieser Tag gehört Gott!«

12 Da gingen die Versammelten nach Hause und feierten ein großes Freudenfest. Sie aßen und tranken und teilten mit denen, die selbst nichts besaßen, denn sie hatten verstanden, was man ihnen verkündet hatte.

Das Laubhüttenfest

13 Am zweiten Tag kamen die Sippenoberhäupter des ganzen Volkes, die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, um das Gesetz noch besser zu verstehen. 14 Dabei entdeckten sie, dass der HERR durch Mose befohlen hatte, die Israeliten sollten während des Festes im 7. Monat in Laubhütten wohnen. 15 Darum ließ man in Jerusalem und in allen anderen Städten bekannt geben: »Steigt auf die Hügel und bringt frische Zweige von Ölbäumen, Myrten, Palmen und anderen Bäumen mit dichten Blättern. Dann baut damit Laubhütten, wie es das Gesetz vorschreibt!«

16 Die Judäer folgten der Aufforderung. Sie schnitten Zweige ab und errichteten Hütten auf den flachen Dächern ihrer Häuser, in ihren Höfen, in den Vorhöfen am Tempel, auf dem Platz am Wassertor und am Tor Ephraim. 17 Alle, die aus der Verbannung zurückgekehrt waren, bauten Laubhütten und wohnten darin. Seit der Zeit von Josua, dem Sohn von Nun, hatten die Israeliten es nicht mehr so gemacht. Nun aber feierten sie mit großer Freude.

18 An jedem Tag des Festes wurde aus dem Gesetzbuch Gottes vorgelesen. Sieben Tage lang feierten die Israeliten, und am achten Tag beendeten sie das Fest mit einer Versammlung, wie es im Gesetz steht.

Kommentar

Das Halleluja Volk

So wie Gott Nehemia und Sein Volk zum Wiederaufbau der Stadtmauern Jerusalems aufrief, so ruft Er uns heute auf, die Kirche zu bauen, wiederaufzubauen. Das tut Gott unter anderem, indem Er dir Ideen aufs Herz legt. Nehemia sprach, „Mein Gott gab mir den Gedanken ein, die Männer der ersten Familien, die Ratsherren und das ganze Volk zusammenzurufen, um sie nach ihren Sippen in Listen einzutragen“ (7,5; GNB). Nehemia erstellte eine Liste der Rückkehrer aus dem Exil (7,6-73).

Als die Stadtmauern fertig waren, versammelte sich das Volk um Esras Auslegungen der Schrift zu lauschen. „[Esra] verlas das Gesetzbuch… und das ganze Volk hörte gespannt auf die Worte des Buches“ (8,3; GNB). „Als er [die Schriftrolle] öffnete, standen alle auf“ (8,5). Aus Respekt vor Gottes Wort erhoben sie sich.

„Esra lobte den Herrn, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: »Amen! Amen!« und alle hoben die Hände zum Himmel. Dann knieten sie sich nieder, und mit dem Gesicht zur Erde beteten sie den Herrn an“ (8,6).

Wir drücken mit unserem Körper aus, was wir im Herzen fühlen. Deshalb knie ich, wenn ich alleine in der Bibel lese, gern aus Respekt und Ehrfurcht vor Gott nieder. Ich bin gekommen, um Ihn anzuhören und anzubeten.

Die Hände anbetend zu erheben war Gang und Gäbe sowohl bei den Juden als auch in der frühchristlichen Kirche („mit erhobenen Händen“; 8,6; Hfa). „Die älteste Gebetshaltung der Christenheit sind weit geöffnete Arme“, schrieb der frühere Papst Benedikt. Diese Geste ist „die radikalste Anbetungsform“. Einerseits öffnen wir uns für Gott, und gleichzeitig öffnen wir uns in Liebe dem Nächsten.

Alle unsere Lobpreis- und Anbetungsgottesdienste sind eine Vorfreude auf und die Teilnahme an dem großartigen Lobpreis im Himmel – den ewigen Halleluja Chören. Hier bei Nehemia sehen wir ein Beispiel dafür; ein Echo und die Vorfreude des großartigen Lobpreises in Offenbarung 19.

„Der Statthalter Nehemia, der Priester und Schriftgelehrte Esra und die Leviten“ lehrten das Volk. Als die Worte aus dem Gesetz hörten, kamen ihnen die Tränen (8,9).

Doch Nehemia sagte, dass die Zeit gekommen war, zu jubeln und zu feiern: „Geht und feiert ein Fest… Seid nicht traurig, denn die Freude am Herrn ist eure Zuflucht“ (8,10). Und dann gab es ein großes „Freudenfest“ (8,12).

Joyce Meyer schreibt, „Jeder Tag aus Gottes Hand ist ein heiliges, wertvolles Geschenk von Ihm. Wir sollten es ganz auskosten. Freude ist mächtig. Nichts setzt übernatürliche Freude stärker frei, als ein Segen für andere Menschen zu sein.”

Gebet

Ich danke Dir, Herr, dass Christus am Weihnachtstag zum ersten Mal gekommen ist. Danke, dass wir jetzt voller Vorfreude darauf warten, dass Er wiederkommt. Dann steigt das Hochzeitsmahl des Lammes und großer Lobpreis und Anbetung werden für immer im Himmel sein. Halleluja!

Pippa fügt hinzu

Nehemia 8,10–18

Es ist gut „mit köstlichem Essen und süßen Getränken“ zu feiern, aber wenn wir niemandem davon abgeben, sind wir ganz schön egoistisch. Bei Nehemia „teilten [sie] ihre Speisen miteinander“, während sie Gottes Wort lauschten. Das gab dem Ganzen eine neue Dimension und Tiefe.

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottland (no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“) \t Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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