Tag 93

Ganz dein

Weisheit Sprüche 8,22–31
Neues Testament Lukas 9,10–27
Altes Testament 4. Mose 33,1–34,29

Einführung

Die Chelsea Flower Show ist die bedeutendste Gartenausstellung der Welt, die von Menschen aus aller Welt besucht wird.

Die Veranstalter verleihen Auszeichnungen in Gold, vergoldetem Silber, Silber und Bronze. Über die Auszeichnungen in den Bereichen Gärten und Blumen hinaus gibt es den *Knightian Award *für präsentiertes Gemüse.

In einem Interview wurde der Mann, der zehn Jahre hintereinander die Goldmedaille für sein Gemüse gewonnen hatte, gefragt, warum er sich zurückziehen wolle. Nach dem Geheimnis seines Erfolges gefragt, antwortete er, „Mein Ziel ist Vollkommenheit, aber ich gebe mich mit Vortrefflichkeit zufrieden.“

Nach Vollkommenheit zu streben, ist etwas anderes als Perfektionismus. Perfektionismus ist eine Charaktereigenschaft, die nach Fehlerlosigkeit strebt. Sie setzt übertrieben hohe Leistungsanforderungen. Perfektionisten sind oft übermäßig selbstkritisch und ständig besorgt, wie andere über sie denken. Perfektionismus führt zu Versagensängsten und der Angst, Fehler zu machen. Das wiederum kann zu Depressionen und Angstzuständen führen.

Das Volk Gottes wurde schon immer aufgefordert, sich hohe Ziele zu setzen (und dabei die Gefahren von Perfektionismus zu vermeiden). Gott schenkte Seinem Volk im Alten Testament die Vision eines Erbes, das sie erhalten würden. In Jesus ist es ganz dein.

Weisheit

Sprüche 8,22–31

22 Der HERR schuf mich vor langer Zeit,
 ich war sein erstes Werk, noch vor allen anderen.
23 In grauer Vorzeit hat er mich gebildet;
 und so war ich schon da, als es die Erde noch gar nicht gab.
24 Lange bevor das Meer entstand, wurde ich geboren.
 Zu dieser Zeit gab es noch keine Quellen,
25 und es standen weder Berge noch Hügel.
26 Ich war schon da, bevor Gott die Erde mit ihren Wiesen
 und Feldern erschuf, ja, noch vor dem ersten Staubkorn.
27 Ich war dabei, als Gott den Himmel formte,
 als er den Horizont aufspannte über dem Ozean,
28 als die Wolken entstanden
 und die Quellen aus der Tiefe hervorsprudelten,
29 als er das Meer in die Schranken wies,
 die das Wasser nicht überschreiten durfte,
 als er das Fundament der Erde legte –
30 da war ich ständig an seiner Seite.
 Tag für Tag erfreute ich mich an Gott und seinen Werken,
31 ich tanzte vor Freude auf seiner Erde
 und war glücklich über die Menschen.

Kommentar

Vollkommen mit Freude erfüllt

Jesus möchte, dass du von Freude erfüllt bist. Er möchte, dass du vollkommene Freude erlebst: „Ich sage euch das, damit meine Freude euch erfüllt. Ja, eure Freude soll vollkommen sein!“ (Johannes 15,11).

Die Beschreibung der personifizierten Weisheit in unserem Abschnitt heute ähnelt der Art und Weise, wie im Neuen Testament von Jesus gesprochen wird. Jesus „war am Anfang bei Gott“ (Johannes 1,2; vgl. 8,23.30).

Weisheit wird als voller Freude gesehen: „Ich war seine Freude Tag für Tag und genoss zu jeder Zeit seine Gegenwart. Ich spielte auf der Erde und freute mich über die Menschen! (8,30b-31).

Die Freude fließt über – „ich war seine Freude“ (8,30). Sie ist beständig – „Tag für Tag“ (8,30). Wo kommt diese Freude her?

Sie kommt erstens von Gottes Gegenwart („ich war an seiner Seite“; 8,30), zweitens von den Beziehungen zu anderen Menschen („ich freute mich über die Menschen“; 8,30) und drittens durch Gottes Schöpfung („ich spielte auf der Erde“; 8,31). Gott gibt „uns alles reichlich …, damit wir uns daran freuen und es genießen können (1. Timotheus 6,17).

Die Freude, die Jesus in Seiner Beziehung mit Gott, Seinem Vater, erlebte, stärkte Ihn für Sein Leben auf dieser Erde. Halte „deine Augen auf Jesus gerichtet…Er war bereit, den Tod der Schande am Kreuz zu sterben, weil er wusste, welche Freude ihn danach erwartete“ (Hebräer 12,2-3). Jesus lehrt uns, uns hohe Ziele zu setzen, uns nie einfach zufrieden zu geben, sondern das Leid zu ertragen und stets die Freude von Gottes Gegenwart zu suchen.

Gebet

Herr, danke, dass Deine Freude mich erfüllen und meine Freude vollkommen sein soll. Möge ich mich nie mit weniger zufriedengeben.

Neues Testament

Lukas 9,10–27

Fünftausend werden satt

10 Die zwölf Apostel kehrten zu Jesus zurück und erzählten ihm, was sie auf ihrer Reise getan hatten. Jesus nahm sie mit in die Stadt Betsaida. Dort wollte er mit ihnen allein sein. 11 Aber die Menschen merkten, wohin sie gegangen waren, und folgten ihm in Scharen. Er schickte sie nicht fort, sondern sprach zu ihnen über Gottes Reich und machte die gesund, die Heilung brauchten.
12 Es war spät geworden. Da kamen die zwölf Jünger zu Jesus und sagten: »Schick die Leute weg, damit sie in den umliegenden Dörfern und Höfen übernachten und etwas zu essen kaufen können. Die Gegend hier ist einsam!«

13 Jesus antwortete ihnen: »Gebt ihr ihnen zu essen!«

»Aber wir haben nur fünf Brote und zwei Fische!«, entgegneten die Jünger. »Oder sollen wir etwa losgehen und für all die Leute Essen besorgen?« 14 Es hatten sich etwa fünftausend Männer um Jesus versammelt, außerdem noch viele Frauen und Kinder.

»Sagt ihnen, sie sollen sich in Gruppen von ungefähr fünfzig Personen hinsetzen!«, ordnete Jesus an. 15 Und so geschah es. 16 Jesus nahm die fünf Brote und die beiden Fische, sah zum Himmel auf und dankte Gott. Er teilte Brot und Fische und reichte sie seinen Jüngern, damit diese sie an die Menge weitergaben. 17 Alle aßen und wurden satt. Als man anschließend die Reste einsammelte, da waren es noch zwölf volle Körbe.

Wer ist Jesus?

18 Eines Tages war Jesus allein und betete. Nur seine Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: »Für wen halten mich die Leute eigentlich?«

19 Die Jünger erwiderten: »Einige meinen, du seist Johannes der Täufer. Manche dagegen halten dich für Elia und manche für einen anderen der alten Propheten.«

20 »Und ihr – für wen haltet ihr mich?«, fragte er sie.

Da antwortete Petrus: »Du bist der Christus, der von Gott gesandte Retter!«

21 Jesus befahl seinen Jüngern nachdrücklich, mit niemandem darüber zu reden.

Jesus kündigt seinen Tod und seine Auferstehung an

22 Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Der Menschensohn muss viel leiden. Er wird von den führenden Männern des Volkes, den obersten Priestern und den Schriftgelehrten verurteilt und getötet werden. Aber am dritten Tag wird er von den Toten auferstehen.«

Alles hingeben, um alles zu gewinnen

23 Danach wandte sich Jesus an alle: »Wer mein Jünger sein will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen. 24 Denn wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich aufgibt, der wird es für immer gewinnen. 25 Was hat ein Mensch denn davon, wenn ihm die ganze Welt zufällt, er dabei aber sich selbst verliert oder Schaden nimmt? 26 Wer sich nämlich schämt, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, zu dem wird sich auch der Menschensohn nicht bekennen, wenn er in seiner Herrlichkeit und in der Herrlichkeit seines Vaters und der heiligen Engel kommen wird.

27 Ich versichere euch: Einige von euch, die hier stehen, werden nicht sterben, bevor sie gesehen haben, wie sich Gottes Reich durchsetzt.«

Kommentar

Vollkommen von Liebe erfüllt

Jesus ist das höchste Vorbild für Liebe. Das erkennt selbst die säkulare Welt häufig an. Im TIME Magazine stand zu lesen, „Jesus ist das konsequenteste Beispiel für Reinheit, Selbstlosigkeit und Liebe in der Geschichte des Abendlandes.“

Jesus liebt dich. Ihm sind deine körperlichen Bedürfnisse nicht egal. Statt die Menge hungrig fort zu schicken, damit sie sich selbst etwas zu Essen besorgt, lässt Er sie von Seinen Jüngern speisen – durch ein Wunder.

Wir kommen zurück zur Speisung der Fünftausend – das einzige Wunder von dem alle vier Evangelien berichten - (abgesehen von der Auferstehung). Es erinnert uns, wie viel Jesus mit dem Wenigen bewirken kann, das wir Ihm zu bieten haben; und daran, dass Jesus uns in Seine Wunder einbezieht. Das ist ein großes Vorrecht, und es ist ganz dein.

Die Jünger verstehen allmählich, wer Jesus wirklich ist. Als Er sie fragt, „Und für wen haltet ihr mich?“ (9,20), antwortet Petrus, „Du bist der von Gott gesandte Christus“ (9,20). Jesus beginnt, ihnen Seinen Tod (den größten Akt aus Liebe der Geschichte) und Seine Auferstehung zu erklären. Er fordert Seine Jünger auf, sich hohe Ziele zu setzen. Er fordert dich auf, dir folgende drei hohe Ziele zu setzen, die zusammen die Nächstenliebe und die Liebe zu Jesus umfassen.

1.\tKeine Sünde
Sünde ist das Gegenteil von Liebe. Jesus sagt, „Wenn einer von euch mit mir gehen will, muss er sich selbst verleugnen“ (9,23a). Gott verlangt dir möglicherweise das eine oder andere Opfer ab, aber was Er von uns allen verlangt, ist, dass wir die Sünde aufgeben.

Liebe verlangt von uns täglich kleine Akte der Selbstverleugnung.

2.\tKein Ich
Jesus sagt, „Wenn einer von euch mit mir gehen will, muss [er]… jeden Tag aufs Neue sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen. Wer versucht, sein Leben zu retten, wird es verlieren. Aber wer sein Leben für mich aufgibt, wird es retten“ (9,23-24).

De facto lädt uns Jesus ein „zu kommen und zu sterben“. Heutzutage ist das Kreuz ein Symbol der Hoffnung. Damals aber war es ein Symbol für Schmerzen, Schande und Tod.

Jesus sagt, wenn du immer nur an dich denkst – selbst wenn du dabei unheimlich erfolgreich bist und „die ganze Welt [gewinnst] (9,25) – wird es dir am Ende nichts nützen. Der Weg zu einem Leben in Fülle bedeutet, dein Leben hinter dir zu lassen, um Jesus und andere Menschen zu lieben. Nimm jeden Tag dein Kreuz auf dich und folge Ihm nach (9,23).

Die Bereitschaft, dein Leben aufzugeben, ist ein Akt der Liebe. Es ist das Beispiel, das uns Jesus gegeben hat, und Er fordert uns auf, Seinem Beispiel zu folgen: „Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen“ (8,23; Hfa).

3.\tKeine Geheimnisse
Jesus sagt, „Wer sich schämt, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, den wird auch der Menschensohn nicht kennen, wenn er in seiner Macht und in der Herrlichkeit des Vaters und der heiligen Engel kommen wird“ (9,26; Hfa).

Schäme dich nicht, wenn du Jesus liebst. Manchmal fällt es uns schon schwer, nur Seinen Namen in den Mund zu nehmen. Schäme dich nicht dessen, was Er lehrt. Wenn du dir wünschst, dass Jesus stolz auf dich ist, musst du auch stolz auf Ihn sein. Wenn du die Menschen liebst, wirst du wollen, dass alle von Jesus hören.

Was mich betrifft, bleibe ich diesbezüglich oft hinter den Erwartungen zurück. Die Tatsache aber, dass unser Leben alles andere als perfekt ist, darf uns nicht davon abhalten, uns hohe Ziele zu setzen.

Gebet

Herr, hilf mir, dass ich mir hohe Ziel setze. Hilf mir heute, mich selbst zu verleugnen, mein Kreuz auf mich zu nehmen und Dir nachzufolgen. Ich bete, dass ich mich Dir und Deiner Worte nie schäme, sondern mutig von der frohen Botschaft Deines Todes und Deiner Auferstehung erzähle.

Altes Testament

4. Mose 33,1–34,29

Die Lagerplätze Israels beim Zug durch die Wüste

33 1-2 Mose hatte auf Anweisung des HERRN alle Lagerplätze der Israeliten aufgeschrieben, seit sie unter seiner und Aarons Führung von Ägypten aufgebrochen waren. An folgenden Orten hatten sie, nach Heeresverbänden geordnet, das Lager aufgeschlagen:

3 Am 15. Tag des 1. Monats, am Morgen nach der Passahfeier, zogen die Israeliten von Ramses los. Die Ägypter mussten zusehen, wie das Volk voller Zuversicht das Land verließ. 4 Der HERR hatte sein Urteil an den ägyptischen Göttern vollstreckt und die erstgeborenen Söhne der Ägypter umgebracht. Während man die Toten begrub,

5 zogen die Israeliten von Ramses nach Sukkot.

Hier schlugen sie ihr erstes Lager auf. 6 Dann ging es weiter nach Etam am Rand der Wüste.

7 Dort bogen sie nach Pi-Hahirot bei Baal-Zefon ab und lagerten vor Migdol.

8 Von hier aus zogen sie mitten durchs Meer. Auf der anderen Seite führte ihr Weg drei Tagereisen lang durch die Wüste Etam bis nach Mara, dem nächsten Lagerplatz.

9 Von dort ging es weiter nach Elim, einer Oase mit zwölf Quellen und siebzig Palmen. Nachdem sie hier gelagert hatten,

10 brachen sie zum Ufer des Roten Meers auf.

11 Danach kamen sie in die Wüste Sin.

12 Ihre nächsten Haltepunkte waren: Dofka,

13 Alusch,

14 Refidim, wo sie kein Trinkwasser hatten,

15 dann die Wüste Sinai,

16 Kibrot-Taawa,

17 Hazerot,

18 Ritma,

19 Rimmon-Perez,

20 Libna,

21 Rissa,

22 Kehelata,

23 der Berg Schefer,

24 Harada,

25 Makhelot,

26 Tahat,

27 Tarach,

28 Mitka,

29 Haschmona,

30 Moserot,

31 Bene-Jaakan,

32 Hor-Gidgad,

33 Jotbata,

34 Abrona,

35 Ezjon-Geber,

36 Kadesch in der Wüste Zin

37 und der Berg Hor an der Grenze des Landes Edom.
38 Der HERR befahl dem Priester Aaron, auf den Berg Hor zu steigen. Dort starb Aaron am 1. Tag des 5. Monats, vierzig Jahre nachdem die Israeliten Ägypten verlassen hatten. 39 Er wurde 123 Jahre alt.
40 Um diese Zeit erfuhr der Kanaaniterkönig, der in Arad im Süden von Kanaan regierte, dass die Israeliten auf sein Land zukamen.

41 Vom Berg Hor zogen sie nach Zalmona weiter.

42 Ihre nächsten Lagerplätze waren Punon,

43 Obot,

44 Ije-Abarim im Gebiet von Moab,

45 Dibon-Gad,

46 Almon-Diblatajim

47 und das Gebirge Abarim nahe der Stadt Nebo.

48 Von hier aus stiegen sie ins Jordantal hinab und schlugen in der moabitischen Steppe gegenüber von Jericho ihr Lager auf. 49 Es erstreckte sich von Bet-Jeschimot bis nach Abel-Schittim.

Alle Bewohner von Kanaan sollen vertrieben werden

50 Dort sprach der HERR zu Mose: 51 »Sag den Israeliten: Wenn ihr über den Jordan zieht und ins Land Kanaan eindringt, 52 sollt ihr alle Bewohner vertreiben. Zerstört ihre Götterfiguren aus Stein und Metall! Reißt die Opferstätten ab, die sie auf den Bergen und Hügeln gebaut haben! 53 Nehmt das ganze Land in Besitz und lasst euch dort nieder, denn es ist mein Geschenk an euch. 54 Teilt die einzelnen Gebiete durch das Los unter euch auf! Dabei sollt ihr den großen Stämmen mehr Land geben als den kleinen.

55 Wenn ihr aber nicht alle Bewohner des Landes vertreibt, werden euch die Zurückgebliebenen das Leben schwer machen. Sie werden euch quälen wie Splitter im Auge und Dornen unter den Füßen. 56 Dann werde ich mit euch tun, was ich mit ihnen vorhatte.«

Die Grenzen des Landes Kanaan

34 1 Der HERR sprach zu Mose: 2 »Erkläre den Israeliten, wie die Grenzen des Landes Kanaan verlaufen sollen, das ich ihnen geben will.

3-4 Die Südgrenze beginnt am Toten Meer und führt zunächst am Gebiet Edoms entlang. Südlich des Skorpionensteigs wendet sie sich nach Westen zur Wüste Zin. Hier verläuft sie südlich von Kadesch-Barnea nach Hazar-Addar und weiter nach Azmon. 5 Sie erreicht den ägyptischen Grenzfluss und folgt ihm bis zum Mittelmeer.

6 Die Mittelmeerküste bildet die Westgrenze.

7 Die Nordgrenze führt vom Meer zum Berg Hor, 8 kreuzt die Straße von Hamat und geht durch Zedad 9 und Sifron nach Hazar-Enan.

10 Hier beginnt die Ostgrenze. Sie verläuft über Schefam 11 nach Ribla, das im Osten von Ajin liegt. Dann führt sie an den Berghängen östlich vom See Genezareth entlang, 12 geht hinab zum Jordan und folgt ihm bis zum Toten Meer.

Das ganze Land, das in diesen Grenzen liegt, soll euch gehören.«
13 Mose sagte dies den Israeliten und fuhr fort: »Der HERR will, dass ihr dieses Land durch das Los unter den neuneinhalb Stämmen aufteilt, die noch keine Gebiete haben. 14-15 Denn die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse haben schon hier, östlich des Jordan gegenüber von Jericho, Land bekommen.«

16 Dann sprach der HERR zu Mose: 17 »Folgende Männer sollen das Land verteilen: der Priester Eleasar, Josua, der Sohn von Nun, 18 dazu je ein führender Mann aus jedem Stamm,

19 nämlich Kaleb, der Sohn von Jefunne aus dem Stamm Juda,

20 Schemuël, der Sohn von Ammihud aus dem Stamm Simeon,

21 Elidad, der Sohn von Kislon aus dem Stamm Benjamin,

22 Bukki, der Sohn von Jogli aus dem Stamm Dan,

23 Hanniël, der Sohn von Efod aus dem Stamm Manasse,

24 Kemuël, der Sohn von Schiftan aus dem Stamm Ephraim,

25 Elizafan, der Sohn von Parnach aus dem Stamm Sebulon,

26 Paltiël, der Sohn von Asan aus dem Stamm Issachar,

27 Ahihud, der Sohn von Schelomi aus dem Stamm Asser,

28 und Pedahel, der Sohn von Ammihud aus dem Stamm Naftali.«

29 Diesen Männern gab der HERR den Auftrag, das Land Kanaan unter den Israeliten aufzuteilen.

Kommentar

Voll des Geistes

Du hast ein wunderbares Erbe. In Jesus ist es ganz dein. Diese Passage beschreibt das Erbe, das Gott Seinem Volk zugedacht hat (34,29). Obwohl sie „voll Zuversicht“ (33,3; EÜ) ausgezogen waren, irrten sie vierzig Jahre lang kreuz und quer durch die Wüste (33,38). Nie hatten sie ihr Erbe ganz in Besitz genommen.

In Apostelgeschichte erklärt Paulus, dass Gott das Land Seinem Volk „zum Erbe“ gab (Apg 13,17-20). Dann fährt er fort, „wir verkünden euch nun also die gute Nachricht … Was er unseren Vorfahren versprochen hatte, das hat er für uns, die Nachkommen, in Erfüllung gehen lassen. Er hat Jesus vom Tod auferweckt“ (13,32-33; GNB).

Bei Gottes Verheißung, Seinem Volk das Land Kanaan zu geben, ging es immer um mehr als nur ein gutes Stück Land. Es war die Zusage an Sein Volk, in dem Land, das Gott ihnen verheißen hatte, zu gedeihen, während sie in Sicherheit und unter Seinem Schutz Seine Gegenwart genossen. Das ist schon ein Hinweis auf das Konzept des „Reich Gottes“, von dem im Neuen Testament die Rede ist, in dem Gottes Gegenwart regiert. Es ist das, was sich in Jesus erfüllt und was ganz dein ist.

In Christus hast du „das ewige Erbe …, das Gott [dir] versprochen hat“ (Hebräer 9,15). Es handelt sich um „ein unvergängliches Erbe, das rein und unversehrt im Himmel für euch aufbewahrt wird“ (1. Petrus 1,4).

Du darfst dich nicht nur für die Zukunft auf dieses Erbe freuen, sondern kannst es schon heute – in Teilen - erleben: „Durch Christus hat Gott auch euch sein Siegel aufgedrückt: Er hat euch den Heiligen Geist gegeben, den er den Seinen versprochen hatte – nachdem ihr zuvor das Wort der Wahrheit gehört hattet, die Gute Nachricht, die euch die Rettung bringt, und ihr zum Glauben gekommen seid. Dieser Geist ist das Angeld dafür, dass wir auch alles andere erhalten, alles, was Gott uns versprochen hat… – und das alles wird geschehen zum Lobpreis seiner Herrlichkeit“ (Epheser 1,13-14; GNB).

Das griechische Wort für „Angeld” oder „Unterpfand” (LUT), arabone, bedeutet „Anzahlung“. Mit anderen Worten, deine Erfahrungen hier sind nur der Vorgeschmack des Erbes, das du durch den Heiligen Geist empfangen hast. Während du schon hier im Geist lebst, verändert sich dein Leben, und die Frucht des Geistes, „Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22-23) wird in dir wachsen. Gib dich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden, sondern strebe danach, vollkommen vom Heiligen Geist erfüllt zu sein.

Gebet

Herr, bitte hilf mir, im Geist konsequent gegen Sünde in meinem Leben vorzugehen und nicht zuzulassen, dass irgendetwas zu „Dornen in [meinen] Augen und Stacheln in [meiner] Seite“ wird (33,55). Hilf mir, mich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden zu geben, sondern mir hohe Ziele zu setzen, mein Erbe einzunehmen und mich von Deinem Heiligen Geist erfüllen zu lassen.

Pippa fügt hinzu

4. Mose 33,6–48

Die Israeliten waren ständig unterwegs. Ich greife den Abschnitt jetzt ganz aus seinem Zusammenhang, aber er erinnert mich an Focus, die jährliche Camping-Gemeindefreizeit unserer Gemeinde. Das Gute, wenn wir erst einmal angekommen sind und unsere Zelte aufgeschlagen haben, ist, dass wir nicht gleich wieder los müssen. „Nehmt das Land in Besitz und lasst euch darin nieder“ (33,53) – wenigstens sechs Tage lang. „Ihr sollt das Land durch das Los unter den Sippen aufteilen. Dabei sollen die größeren Sippen ein größeres Stück Land erhalten als die kleineren“ (33,54). Wenn die Israeliten vierzig Jahre lang in Zelten leben konnten; sollten wir es dann nicht wenigstens eine Woche lang schaffen? Es wird auch diesen Sommer wieder WUNDERBAR werden!

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuelle Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottalnd(no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“)

Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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