Tag 45

Die wichtigste Frage überhaupt

Weisheit Psalm 21,9+13
Neues Testament Matthäus 28,18-20
Altes Testament 2. Mose 16,4

Einführung

Prof. Joad, ein genialer Professor für Philosophie an der London University war kein Christ. In einer Radiosendung wurde er gefragt, „Wenn Sie eine Persönlichkeit aus der Vergangenheit treffen und ihr eine einzige Frage stellen könnten, wer würde es sein, und was würden Sie sie fragen wollen?“

Ohne zu zögern, antwortete Professor Joad: „Jesus Christus. Und ich würde ihm die wichtigste Frage überhaupt stellen – „Sind oder sind Sie nicht von den Toten auferstanden?“

Es kam eine Zeit in Professor Joads Leben, in der er alle Beweise für sich prüfte und sich zu Jesus bekehrte. Wenn Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, dann ändert das alles.

Wenn die Verfasser des Neuen Testaments von der Liebe Gottes sprechen, zeigen sie auf das Kreuz. Wenn sie von Gottes Macht sprechen, zeigen sie auf die Auferstehung: Gottes „übermächtig große Kraft, …die auch Christus von den Toten auferweckt hat“ (Epheser 1,19-20). Der auferstandene Jesus sagt zu Seinen Jüngern, „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben“ (Matthäus 28,18).

Die Auferstehung bedeutet, dass der auferstandene Jesus jetzt hier bei dir ist. Jesus fuhr fort, „Ich bin immer bei euch“ (Matthäus 28,20).

Ergebnis bzw. Folge Seiner Auferstehung sind nicht allein Seine Macht und Gegenwart, sondern auch, dass Er für dich sorgt.

Weisheit

Psalm 21,9+13

9 Du, o König, wirst deine Feinde zur Rechenschaft ziehen,
 deine strafende Hand wird alle treffen, die dich hassen.

14 Erhebe dich, HERR, und zeig ihnen deine Macht!
 Wir wollen deine großen Siege besingen
 und dich preisen mit unserem Lied.

Kommentar

Seine Macht

Laut Neuem Testament „ist Christus Gottes Kraft“ (1. Korinther 1,24).

David lobt Gott für Seine „Macht“ und Seine „mächtigen Taten“ (21,14). Er spricht von seinem Vertrauen in Gottes „Hand“, besonders in Seine „Rechte“ (21,9a; LUT). In der Bibel gilt die Hand, und insbesondere die rechte Hand als Symbol für Macht und Autorität (s. 2. Mose 15,6.12). David spricht von Gottes mächtiger Hand beim Gericht.

Im Neuen Testament wird Jesus als „die rechte Hand Gottes“ beschrieben (z. B. Apostelgeschichte 2,33). Wenn wir sehen, wie die, die „sich gegen dich verschwören“ und „Pläne“ schmieden (21,12), Erfolg im Leben haben, müssen wir daran denken, dass ihre Macht nur von kurzer Dauer ist, denn Jesus sitzt auf dem Stuhl der höchsten Autorität und Macht – zur Rechten Gottes. Es wird die Zeit kommen, wenn Gott eingreift. Jesus ist auferstanden, und Er wird wiederkommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Gebet

Herr, ich danke Dir für Deine große Stärke und Macht. „Herr, zeige dich in deiner Macht, wir wollen singen und deine mächtigen Taten loben!“ (21,14).

Neues Testament

Matthäus 28,18-20

18 Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: »Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. 19 Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! 20 Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!«

Kommentar

Seine Gegenwart

Für mich gibt es nichts Schöneres, als die Gegenwart des auferstanden Jesus zu erleben.

Der auferstandene Jesus beauftragt Seine Nachfolger, „geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern“ (28,19). Dieser Auftrag gilt jedem Einzelnen aber auch der ganzen Gemeinde. Die formulierte Vision unserer Gemeinde, Holy Trinity Brompton (HTB) hier in London, lautet „wir wollen bei der Re-Evangelisierung der Nationen und der Umwandlung der Gesellschaft mitarbeiten“. Sie basiert auf diesem Auftrag Jesu an uns.

Mit dem Auftrag einher geht die Verheißung: „Ich bin immer bei euch“ (28,20). Die Auferstehung ist nicht einfach ein historischer Fakt oder eine religiöse Idee. Sie ist eine lebensverändernde Wirklichkeit. Gott verspricht, dass die Gegenwart des auferstandenen Jesus dich begleitet.

Als die Frauen das leere Grab sehen, sagt der Engel zu ihnen, „Er ist nicht hier! Er ist von den Toten auferstanden, … ihr werdet ihn sehen” (28,6-7).

„Außer sich vor Freude“ rannten sie zu den Jüngern, um ihnen davon zu erzählen. „Unterwegs begegneten sie Jesus“ (28,9). Sie erlebten die Gegenwart des auferstandenen Jesus (28,8-10), sie beteten Ihn als Gott an (28,9b-17a).

Die Versuche, das leere Grab weg zu erklären, begannen schon sehr früh (28,13), und trotz aller Beweise, glaubten nicht alle daran (28,17b). Es wurde behauptet, dass „die Jünger … in der Nacht, während [die Soldaten] schliefen, …seinen Leichnam gestohlen“ hätten (28,13). Es gibt immer noch Menschen, die diese Behauptung verfechten. Aber sie passt nicht zu den Beweisen.

1.\tDie Jünger waren entmutigt und hatten Angst. Nur das Wunder der Auferstehung konnte sie verwandelt haben.

2.\tSie hatten nicht damit gerechnet, dass Jesus von den Toten aufersteht. Sie hatten kein Motiv, den Leichnam zu stehlen.

3.\tDas Grab wurde schwer bewacht.

4.\tSie waren nicht die einzigen, die Jesus sahen. Er wurde nach Seiner Auferstehung über einen Zeitraum von vierzig Tagen auch von vielen anderen gesehen (Apostelgeschichte 1,3; 1. Korinther 15,6).

5.\tHätten die Jünger den Leichnam gestohlen, hätte ihr ganzes restliches Leben auf einer Lüge basiert. Mein Freund Ian Walker, ein Wissenschaftler in Cambridge, wurde Christ, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass die Jünger sich hätten foltern und umbringen lassen für etwas, von dem sie wussten, dass es eine Lüge war.

Es ist wirklich wahr: Jesus ist auferstanden. Tod und Beerdigung sind nicht das Ende. Auch du wirst in Christus von den Toten auferweckt werden.

Es waren Frauen, denen die Nachricht von Jesu Auferstehung als erstes anvertraut wurde. Das ist besonders erwähnenswert, denn Frauen waren damals nicht berechtigt, vor Gerichten Zeugnis zu geben. Sie sind eines von vielen Beispielen in der Bibel für Frauen in Leitungspositionen (Miriam in unserem Text aus dem Alten Testament heute ist ein weiteres Beispiel dafür).

Das Matthäusevangelium beginnt mit der Aussage, dass Jesus der „Gott ist mit uns“ (Matthäus 1,23) ist. Im letzten Vers desselben Evangeliums bestätigt Jesus Seinen Nachfolgern Seine ewige Gegenwart mit ihnen. Wer an Ihn glaubt und Seinen Worten gehorcht, denen verspricht Er „Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit“ (28,20).

Gebet

Danke, Herr, dass Du mich aussendest, alle Völker in Deine Nachfolge zu rufen, und für Dein Versprechen, dass Jesu Gegenwart mich überallhin begleiten wird.

Altes Testament

2. Mose 16,4

4 Da sprach der HERR zu Mose: »Du wirst sehen: Ich lasse Brot vom Himmel für euch regnen! Die Israeliten sollen morgens losgehen und so viel einsammeln, wie sie für den Tag brauchen, mehr nicht. Denn ich will sie auf die Probe stellen und herausfinden, ob sie mir gehorchen.

Kommentar

Seine Versorgung

Machst du dir Gedanken um deine Zukunft – deine Gesundheit, deinen Job, deine Familie oder deine Finanzen? Entscheide dich heute dafür, dir keine Sorgen mehr zu machen. Corrie ten Boom sagte, „Sich sorgen nimmt dem Morgen nichts von seinem Leid, aber es raubt dem Heute die Kraft.“ Vertrau Gott und lerne, einen Tag nach dem anderen zu leben.

In diesem Abschnitt sehen wir Gottes Zusage, uns zu versorgen, aber immer nur einen Tag nach dem anderen. Jesus lehrte uns beten, „schenke uns heute unser tägliches Brot“ (Matthäus 6,11). Vertrau Gott, dass Er dir alles Nötige zur rechten Zeit geben wird.

Das Lied von Moses und Miriam in Kapitel 15 bringt dieses Vertrauen wunderbar zum Ausdruck. Sie lobten Gott für Seinen Charakter (15,1-5), dann lobten sie Gott für alles, was Er in der Vergangenheit getan hatte – Erlösung, Rettung und Versorgung (15,6-12), und schließlich lobten sie Ihn für alles, was Er in der Zukunft tun würde – Führung, Erlösung, Schutz und Versorgung (15,13-18).

Gott verspricht Seine Versorgung in materiellen Nöten. Er verspricht „Brot vom Himmel regnen [zu] lassen“ (16,4), das wir als „Manna“ kennen (16,31). Jeden Tag versorgte Er sein Volk mit allem Nötigen, mit ihrem „täglichen Brot“. Jeder sammelte davon, so viel er brauchte (16,18c.21a). Aber sie sollten nichts für später aufbewahren: „Niemand soll etwas davon bis zum anderen Morgen aufheben!“ (16,19; GNB).

Das ist auch unsere Erfahrung als Gemeinde. Gott versorgt uns mit allem, was wir brauchen, aber Er gibt uns nicht mehr als das. Wir können keine Reserven bilden, sondern wir vertrauen Gott immer wieder aufs Neue, dass Er Monat für Monat, Jahr für Jahr schenken wird, was wir benötigen.

Die Versuchung ist groß, Reserven als Sicherheitspolster für später zurückzulegen – anstatt Gott zu vertrauen, dass Er es schenken wird, wenn wir es brauchen. Das gilt auch für unsere geistlichen Bedürfnisse – wir können uns nicht auf vergangenen Segen verlassen.

Es ist traurig zu sehen, wie schnell das Gottesvolk Gottes Güte und Versorgung aus der Vergangenheit vergessen zu haben scheint; wie schnell sie anfangen, über gegenwärtige Schwierigkeiten zu murren. Auch ich laufe oft Gefahr, in dieselbe Falle zu tappen. Der Abschnitt ist eine Erinnerung daran, dass wir Vertrauen in Gottes Versorgung haben sollen – in guten wie in schlechten Zeiten.

Jesus selbst sagt uns, dass Er die höchste Form der Fürsorge Gottes ist. Er sagt, „ich bin das Brot des Lebens! Eure Vorfahren aßen Manna in der Wüste, doch sie sind alle gestorben. Dieses aber ist das Brot, das vom Himmel herabkommt. Wer davon isst, wird nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben; dieses Brot ist mein Fleisch, ich gebe es, damit die Welt leben kann“ (Johannes 6,48-51).

Die Auferstehung Jesu verleiht dieser Versorgung eine Ewigkeitskomponente. Weil Jesus zum Leben auferstanden ist, werden alle, die von diesem Brot essen, ewig leben.

Gebet

Ich danke Dir, Herr, für die Verheißung, dass Du uns „aus [deinem] großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben [wirst], was [wir brauchen]“ (Philipper 4,19). So wie ich dankbar zurücksehe, schaue ich auch erwartungsvoll nach vorne und vertraue darauf, dass Du weiterhin alle Bedürfnisse aus Deinem großen Reichtum heraus in Christus Jesus stillen wirst.

Pippa fügt hinzu

Matthäus 28,1–8

In einer Kultur, in der Frauen als Bürger zweiter Klasse betrachtet wurden, waren es zwei Frauen, denen Jesus zuerst erschien. Er erwählte zwei einfache Frauen und vertraute ihnen die wichtigste Neuigkeit der Geschichte an.

Thought for the Day

Sich sorgen nimmt dem Morgen nichts von seinem Leid, aber es raubt dem Heute die Kraft. – Corrie ten Boom

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Verweise

Diesen Texten liegt die englisch-sprachige Bible in one Year („BIOY“) von Nicki und Pippa Gumbel, London, England zugrunde, in der aktuellen Fassung von 2021.
Quellenangaben für Zitate im Text wurden dem englischen Original entnommen.
BIOY ist Teil von Alpha International. Alpha International ist eine Organisation („registered Charity“) in England und Wales (no. 1086179) und in Schottalnd(no. SC042906) und eine Gesellschaft privaten Rechts „by guarantee“ und registriert in England & Wales (no. 4157379). Der Hauptsitz ist „HTB Brompton Road SW7 1 JA London, England. © Copyright Alpha International 2021

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde erstellt von: Dipl. Übersetzerin Wibke Kiontke, Allgemein ermächtigte Übersetzerin EN/DE, Certified Translator EN/GE, Gutensteinstraße 12, D-61250 Usingen
Sprecher: Jörg Pasquay, Milchberg 7, 86150 Augsburg www.wortmuehle.de und Susanne Pasquay („Noch ein Gedanke meiner Frau“)

Die Bibeltexte (Lesungen) sind der Übersetzung „Hoffnung für alle®“ entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Fontis, Basel.“

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